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01.05.2013

14:47 Uhr

Einkaufsmanager-Index

Chinas Wirtschaft schwächelt

Das Wirtschaftswachstum lässt ihn China überraschend nach. Der Grund: Die Zurückhaltung der Kunden im Ausland. Doch Experten vermuten dahinter auch das Eingreifen der Regierung.

Chinas Wirtschaft schwächelt. dapd

Chinas Wirtschaft schwächelt.

PekingChinas Industrie bekommt die Zurückhaltung der Kunden im Ausland zu spüren. Das Wachstum ließ im April überraschend nach. Der Einkaufsmanager-Index fiel auf 50,6 Punkte von 50,9 Zählern im März, wie die Statistikbehörde in Peking am Mittwoch mitteilte. Damit lag er nur noch knapp über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

"Chinas Wirtschaft legt zu, aber nicht so stark wie noch vor einem Monat erhofft", sagte Alvin Pontoh, Volkswirt bei TDSecurities in Singapur. "Aber ich denke nicht, dass das ein Grund zur Besorgnis ist. Wahrscheinlich will es die neue Regierung so. Strukturell kann China in den nächsten Jahren nicht mehr um neun oder zehn Prozent wachsen."

Chinas Regierung will das Land unabhängiger von Exporten machen und die Binnenwirtschaft stärken. Sie signalisierte, mehr in die Infrastruktur zu investieren. Es dürfte zudem bei der lockeren Geldpolitik bleiben. "Der Rückgang des Einkaufsmanager-Index im April zeigt, dass die Erholung in China nicht auf soliden Beinen steht", warnte Zhang Liqun, Volkswirt bei der staatlichen Denkfabrik Development Research Centre. Das zeige, dass das Wachstum sich verlangsamen könnte. "Wir müssen daran arbeiten, die Binnennachfrage zu stabilisieren und so für eine nachhaltigere Erholung zu sorgen."

Die weltweit besten Industriestandorte

Platz 1

Die USA behaupten sich im IQ-Index auf dem ersten Rang. Dort waren die Vereinigten Staaten bereits 1995 zu finden.

Platz 2

Im Vergleich von 45 Industrienationen belegt Schweden den zweiten Rang. Seit 1995 hat sich Schweden damit um zwei Plätze verbessert.

Platz 3

Dänemark macht zwei Plätze gut und springt auf Rang 3. Skandinavien macht derzeit wirtschaftlich eine gute Figur.

Platz 4

Auch Deutschlands Nachbar Schweiz schafft es auf einen der vorderen Plätze – 1995 stand die Alpenrepublik noch auf Rang 7.

Platz 5

Deutschland macht den größten Sprung bei den Top-Industrienationen. 1995 sah das IW-Institut die Bundesrepublik noch auf Platz 14.

Platz 6

Knapp hinter Deutschland folgt Australien auf Platz 6 – sogar mit dem gleichen Indexwert aus den 58 einzelnen Kategorien.

Platz 7

Platz 7 geht an die Niederlande – damit verschlechtert sich unser Nachbar deutlich. Die Holländer lagen 1995 noch an zweiter Stelle des IW-Rankings.

Platz 8

Auch Kanada muss einen Rückschlag hinnehmen. Der nordische Nachbar der USA stürzt um satte fünf Plätze ab.

Doch immer noch spielt der Außenhandel in China eine besonders wichtige Rolle, und das Land bekommt die Rezession in der Euro-Zone und das schwache Wachstum in den USA zu spüren. Die Firmen erhielten im April weniger Bestellungen von ihren ausländischen Kunden, das entsprechende Barometer fiel unter die Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

Schon im ersten Quartal 2013 war das Wirtschaftswachstum auf 7,7 Prozent zurückgegangen. Chinas Regierung strebt für dieses Jahr einen Zuwachs von 7,5 Prozent an - noch einmal weniger als 2012, als das Plus mit 7,8 Prozent so niedrig ausgefallen war wie seit 13 Jahren nicht mehr. China braucht ein hohes Wachstum, um das immer noch riesige Heer der in die Ballungszentren strömenden Arbeiter mit Jobs zu versorgen.

Von

rtr

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