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19.04.2011

14:15 Uhr

Einkaufsmanager-Index

Konjunktur trotzt der Euro-Krise

Das Wachstum der Privatwirtschaft in der Euro-Zone hat im April ungeachtet der Japan-Katastrophe und der Euro-Krise an Fahrt aufgenommen. Doch auch die Inflation steigt.

Ein Mitarbeiter von Thyssen-Krupp am Hochofen: Die Privatwirtschaft nimmt weiter Fahrt auf. Quelle: dpa

Ein Mitarbeiter von Thyssen-Krupp am Hochofen: Die Privatwirtschaft nimmt weiter Fahrt auf.

BerlinDie Industrie in der Euro-Zone fuhr ihre Produktion hoch, wie die Markit-Experten am Dienstag zu ihrer Umfrage mitteilten. Die Firmen stellten so viele neue Mitarbeiter ein wie seit Ende 2007 nicht mehr. Doch das Wachstum konzentriert sich überwiegend auf Deutschland und Frankreich, während die übrigen Euro-Länder hinterherhinken. Zudem nimmt der Preisdruck zu: Dienstleister und Industrie hoben ihre Preise so stark an wie seit drei Jahren nicht mehr.

Der Composite-Einkaufsmanagerindex, der Industrie und Dienstleister zusammenfasst, stieg auf 57,8 Punkte von 57,6 Zählern im März. Von Reuters befragte Analysten hatten dagegen mit einem Rückgang auf 57,1 Zähler gerechnet. Das Barometer deute auf ein Wachstum von 0,8 Prozent im zweiten Quartal hin, schrieben die Experten. Die Besserung am Arbeitsmarkt sei eine gute Nachricht für die Währungsunion, weil es dazu beitrage, das Wachstum auf eine breitere Basis zu stellen, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Allerdings sei die Wirtschaft immer noch zu stark von der Entwicklung in den beiden größten Staaten des Währungsraums abhängig.

Der Industrie-Index stieg auf 57,7 Punkte von 57,5 Zählern. Analysten hatten hier einen Rückgang auf 57,0 Punkte erwartet. Das Dienstleister-Barometer gab dagegen wie erwartet auf 56,9 Punkte nach, nachdem es im März noch mit 57,2 Punkten den höchsten Stand seit fast vier Jahren erreicht hatte. Der Index notiert damit aber den 20. Monat in Folge über der Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird. Angesichts steigender Kosten heben die Unternehmen die Preise weiter an. Das entsprechende Barometer bei den Dienstleistern stieg auf den höchsten Stand seit Juli 2008.

Im März stieg die Inflation in der Euro-Zone auf 2,7 Prozent und lag damit deutlich über der Marke von knapp zwei Prozent, bei der die Europäische Zentralbank (EZB) stabile Preise gewährleistet sieht. Als Reaktion auf den zunehmenden Inflationsdruck hob die EZB Anfang April erstmals seit Juli 2008 ihren Leitzins an.

Von

rtr

Kommentare (1)

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no.7

19.04.2011, 15:36 Uhr

"Euro-Krise"- was sind das denn jetzt wieder für hirngespinste ?!- solcher unsinn witrd scheinbar nur deswegen kolportiert, um sagen zu können: hurra, hurra, hurra, wir wachsen trotz krise. der Katzenjammer wird bald kommen, und er wird verdammt lang anhalten.

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