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04.01.2007

11:49 Uhr

Einkaufsmanagerindex

Deutsche Dienstleister wachsen kräftig

Die deutschen Dienstleister haben ihr Wachstumstempo im Dezember noch einmal beschleunigt. Im Jahresdurchschnitt 2006 legten sie so kräftig zu wie seit dem Boomjahr 2000 nicht mehr. Auch in der Euro-Zone blieben die Dienstleister auf Expansionskurs. Nur in einem Land ist die Stimmung gedämpfter.

HB BERLIN/LONDON. Die deutschen Dienstleister haben am Jahresende beim Wachstum noch einmal zugelegt. Der monatlich in einer Umfrage unter 450 Unternehmen ermittelte RBS/NTC-Einkaufsmanagerindex (EMI) stieg im Dezember auf 57,6 von 56,8 Punkten im Vormonat, wie das britische Forschungsinstitut NTC mitteilte. Er liegt damit klar über der Schwelle von 50 Punkten, ab welcher der Frühindikator Wachstum anzeigt.

NTC erklärte, die Verbesserung sei auf Zuwächse beim Neugeschäft zurückzuführen. Die Branche verzeichnet seit fast dreieinhalb Jahren ununterbrochenes Wachstum. Analysten hatten im Schnitt nur einen Anstieg des Service-EMI auf 57,0 Zähler erwartet.

Geschäftstätigkeit und Neuaufträge legten im Dezember so stark zu wie seit sechs Monaten nicht mehr. Zusammen mit einer Vielzahl unerledigter Aufträge ermunterte dies die Dienstleister dazu, erneut mehr Mitarbeiter einzustellen. Allerdings schwächte sich der Stellenaufbau ab, weil insbesondere Finanzdienstleister aus Kostengründen Jobs strichen. Der Teilindex für die Beschäftigung sank auf 53,5 von 54,6 Zählern.

Ihre Geschäftsaussichten für die kommenden zwölf Monate beurteilten die Firmen so positiv wie seit mehr als einem halben Jahr nicht mehr. Fast jedes dritte Unternehmen erwartet bessere Geschäfte im neuen Jahr. „So versprechen sich die Dienstleister von der robusten Inlandsnachfrage ein weiteres Wachstum ihrer Geschäfte“, betonten die NTC-Forscher.

Auch die Dienstleister der Euro-Zone haben ihren Schwung zum Jahresende laut NTC weitgehend gehalten. Der durch eine Umfrage unter 2000 Unternehmen monatlich ermittelte RBS/NTC-Einkaufsmanagerindex (EMI) sank im Dezember auf 57,2 von 57,6 Punkten im Vormonat. Er verharrte damit aber klar über der Schwelle von 50 Punkten, ab welcher der Frühindikator Wachstum in der Branche anzeigt.

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