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03.01.2011

10:11 Uhr

Einkaufsmanagerindex

„Deutschland bleibt der Star-Performer“

Die Industrie in Deutschland startet mit viel Rückenwind ins neue Jahr. Produktion und Auftragseingang zogen im Dezember an, während die Unternehmen ihre Belegschaften so stark aufstockten wie noch nie in der fast 15-jährigen Geschichte der Umfrage, teilten die Markit-Experten am Montag zu ihrer Erhebung unter etwa 500 Firmen mit. Die Geschäfte liefen so gut wie zuletzt im Juli.

Der Aufschwung kann weiter gehen: die deutsche Industrie verzeichnet ein deutliches Produktionswachstum. Quelle: dpa

Der Aufschwung kann weiter gehen: die deutsche Industrie verzeichnet ein deutliches Produktionswachstum.

HB BERLIN. Der Markit/BME-Einkaufsmanagerindex stieg um 2,6 auf 60,7 Punkte und liegt damit deutlich über seinem langjährigen Mittelwert von 52,1 Zählern. In einer ersten Schätzung hatten die Forscher jedoch ein noch stärkeres Wachstum für möglich gehalten. Die Firmen weiteten ihre Produktion stärker aus als in den vergangenen vier Monaten. „Damit hält das Produktionswachstum seit genau eineinhalb Jahren an“, schrieben die Experten. Wichtigster Grund sei die kräftig anziehende Nachfrage nach deutschen Industrieerzeugnissen.

Der Auftragseingang legte deutlich stärker zu als im November. Vor allem aus dem Ausland kamen mehr Bestellungen: Hier war das Plus so groß wie seit Juni nicht mehr. Stark war die Nachfrage außerhalb der Euro-Zone, besonders aus Asien.

Viele Firmen stellten angesichts der hohen Nachfrage mehr Mitarbeiter ein. Sie rechnen nach Einschätzung der Markit-Forscher in den kommenden Monaten mit höheren Produktionsanforderungen und weiteten deswegen vorsorglich ihre Kapazitäten aus. „Dass die Firmen unter erheblichem Kapazitätsdruck stehen, war auch daran zu erkennen, dass die Auftragsbestände wieder stärker zunahmen als in den zurückliegenden vier Monaten“, schrieben die Experten.

Zunehmend zu schaffen machen den Firmen steigende Einkaufspreise: Zahlreiche Vormaterialien schlugen stärker zu Buche, darunter Chemikalien, Kupfer, Kunststoffe und Stahl. Die Teuerung war so stark wie seit Juli 2008 nicht mehr. Einen Teil der Kosten reichten die Firmen an ihre Kunden weiter. Sie hoben ihre Preise den elften Monat in Folge an, der Aufschlag war sogar so stark wie seit September 2008 nicht.

Kommentare (1)

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k.h.a.

03.01.2011, 18:42 Uhr

Am Tage vor beinahe jedem Crash lauteten die lustigen Nachrichten ganz ähnlich.
Schon einen Tag später war davon buchstäblich nichts mehr wahr. Aufträge storniert, Kredite gekündigt, Zahlungen eingestellt und nur noch Worte zur neuen Krise - diesmal eine wahrlich veritable.

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