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03.01.2005

11:11 Uhr

Einkaufsmanagerindex gestiegen

Deutsche Industrie wächst wieder

Dank leichter Zuwächse bei Produktion und Aufträgen ist die deutsche Industrie zum Jahresende 2004 wieder auf Wachstumskurs zurückgekehrt. Die Erholung der Branche erholte sich nach dem Rückschlag des Vormonats in der gesamten Euro-Zone wieder etwas.

HB BERLIN. Der Einkaufsmanagerindex (EMI) für Deutschland stieg auf 51,7 Punkte, wie die britische Forschungsgruppe NTC am Montag mitteilte. Im November war der Indikator mit 49,9 Zählern erstmals seit mehr als einem Jahr unter die Wachstumsschwelle von 50 Zählern gefallen. Angesichts besseren Neugeschäfts hätten die Unternehmen ihre Produktion wieder hochgefahren. Obwohl gleichzeitig die Kosten langsamer kletterten, entließen die Betriebe erneut Mitarbeiter. Der Index für die Euro-Zone legte auf 51,4 von 50,4 Zählern zu. Dabei legte in allen Ländern außer Italien die Produktion und der Auftragseingang zu.

Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Anstieg des BME/NTC-Einkaufsmanagerindex für Deutschland auf 50,7 Punkte gerechnet und für die Euro-Zone einen Wert von 50,8 Punkten prognostiziert. Zuletzt hatte sich auch das Ifo-Geschäftsklima unerwartet verbessert. NTC-Chefvolkswirt Chris Williamson warnte aber, den jüngsten EMI-Anstieg überzubewerten. Die Ergebnisse der monatlichen Umfrage unter 500 Industriebetrieben im November und Dezember zeigten insgesamt noch ein mäßiges Bild. „Es gibt kaum Hinweise darauf, dass sich die fundamentale wirtschaftliche Situation deutlich verbessert hat“, sagte Williamson.

Im Dezember profitierte die deutsche Industrie erneut vor allem von der anhaltend regen Nachfrage aus dem Ausland. Der Index für den Auftragseingang insgesamt legte auf 52,6 Punkte von 48,8 Punkten zu; der Indikator für den Export stieg auf 52,2 von 51,3 Zählern und signalisierte damit den 17. Monat in Folge eine Zunahme der Exportaufträge. „Das Orderplus rührte aus den USA, China, Ostasien und Osteuropa“, erklärte NTC. „Insgesamt war das Wachstum des Exports im vierten Quartal jedoch das schwächste seit mehr als einem Jahr.“

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