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02.04.2012

10:39 Uhr

Einkaufsmanagerindex

Industrie bremst Wachstum der Euro-Zone

Der Einkaufsmanagerindex entfernt sich immer weiter von der Wachstumsmarke. Der Konjunkturindikator der Eurozone fiel erneut - vor allem weil auch die Schwergewichte Frankreich und Deutschland schwächeln.

Ein Arbeiter montiert eine Gasturbine. dpa

Ein Arbeiter montiert eine Gasturbine.

BerlinDie Industrie in der Euro-Zone hat im März an Schwung verloren. Der Einkaufsmanagerindex fiel um 1,3 auf 47,7 Punkte, teilte das Markit-Institut zu seiner Umfrage unter 3000 Unternehmen am Montag mit. Das Barometer entfernte sich damit weiter von der Marke von 50 Zählern, ab der Wachstum angezeigt wird.

„Zur anhaltenden Misere in den Peripherie-Ländern kommt nun auch die neuerliche Schwäche in Kernländern wie Deutschland und Frankreich hinzu“, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Die Industrie habe sich im ersten Quartal als Wachstumsbremse erwiesen und dürfte ein Abgleiten der Währungsunion in eine Rezession nicht verhindert haben.

Die Produktion wurde erstmals seit Dezember wieder zurückgefahren. Auch die Aufträge gingen zurück - und zwar sowohl in der Konsum- als auch in der Vorleistungs- und Investitionsgüterbranche. Die Unternehmen bauten deshalb den zweiten Monat in Folge Arbeitsplätze ab, und das gleich so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr. Markit führt das auf die wegen der hohen Ölpreise stark gestiegenen Kosten zurück. „Um Kosten einzusparen, bauten daher immer mehr Unternehmen Stellen ab“, sagte Williamson.

Von

rtr

Kommentare (1)

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02.04.2012, 16:26 Uhr

“Solange ein genügend hoher Sachzins (Dividende) in Aussicht steht, wird investiert, werden Geldkapitalien in Sachkapital umgewandelt, Fabriken, Miethäuser, Kraftwerke gebaut, Maschinen und Verkehrsmittel angeschafft. Die Vermehrung dieser Sachgüter hat eine bemerkenswerte Folge: ihr Wettbewerb senkt den Zins; Dividende und Mietzins schrumpfen. Dies wäre ein an und für sich wünschenswerter Vorgang, denn in gleichem Maße, wie der Zins sinkt, erhöhen sich die Lohneinkommen (die Sachlöhne); was der Kapitalist weniger erhält, bekommt der Werktätige mehr!
Aber hier, an dieser Stelle, wo fleißige Arbeit den Zins zu beeinträchtigen droht, wo die Axt der Arbeit an die Wurzel des Kapitalismus gelegt werden sollte, versagt sie plötzlich, wird gelähmt. Wieso das? Ganz einfach: Das Dauergeld (Zinsgeld mit parasitärer – der wesentlichen Tauschfunktion widersprechenden – Wertaufbewahrungsfunktion), das ja unter keinen Umständen zinslos zu haben ist, verweigert, gestützt auf seine Überlegenheit, bei ungenügendem Zins die Investierung, das heißt, die Umwandlung in Sachgüter; es zieht sich vom Anlagenmarkt zurück, streikt, verursacht Wirtschaftskrise! Es hindert die Werktätigen mit Gewalt daran, zu arbeiten, sperrt sie aus, macht sie arbeitslos.”

Otto Valentin, aus “Warum alle bisherige Politik versagen musste”, 1949

Gewählte “Spitzenpolitiker” und studierte “Wirtschaftsexperten” haben das bis heute nicht begriffen und werden es aus eigener Anschauung heraus auch bis zum Jüngsten Tag nicht mehr begreifen, denn vor dem eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation steht die Überwindung der Religion (selektive geistige Blindheit gegenüber makroökonomischen Konstruktionsfehlern), von der insbesondere solche Patienten – unabhängig von “Glaube” (Cargo-Kult) oder “Unglaube” (Ignoranz) – betroffen sind, die in “dieser Welt” eine “gesellschaftliche Position” erlangt haben.

http://www.deweles.de/willkommen.html

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