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02.01.2013

10:03 Uhr

Einkaufsmanagerindex

Industrie der Euro-Zone auf Rezessionskurs

Der Einkaufsmanagerindex, einer der wichtigsten Konjunkturbarometer für die Euro-Zone, ist im Dezember um 0,1 auf 46,1 Punkte gefallen. Wachstum meldete zum Jahresende lediglich eines der europäischen Krisenländer.

Die Exportaufträge schrumpften in der Euro-Zone den 18. Monat in Folge. dpa

Die Exportaufträge schrumpften in der Euro-Zone den 18. Monat in Folge.

BerlinDie Euro-Zone ist zum Jahresende voraussichtlich noch tiefer in die Rezession gerutscht. Darauf deutet der erneute Rückgang des Einkaufsmanagerindex für die Industrie hin, einem der wichtigsten Konjunkturbarometer für die Währungsunion. Er fiel im Dezember um 0,1 auf 46,1 Punkte, wie das Markit-Institut am Mittwoch zu seiner Umfrage unter 3000 Unternehmen mitteilte. Das Barometer blieb damit deutlich unter der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

"Der Industriesektor steckte auch im Dezember tief in der Rezession", sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Die Produktion dürfte im vierten Quartal um etwa ein Prozent geschrumpft sein. "Folglich könne sich auch der Rückgang der Wirtschaftsleistung beschleunigt haben - wahrscheinlich sogar erheblich." Im dritten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt um 0,1 Prozent geschrumpft, im zweiten Vierteljahr um 0,2 Prozent.

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Lediglich Irland meldete am Jahresende ein Wachstum. In Deutschland, Spanien, Österreich und Griechenland beschleunigte sich die Talfahrt dagegen, während sie sich in Frankreich, Italien und den Niederlanden verlangsamte.

Die Exportaufträge schrumpften in der Euro-Zone bereits den 18. Monat in Folge. Allerdings fiel der Rückgang weniger gravierend aus als in den zurückliegenden acht Monaten. Die Unternehmen bauten bereits den elften Monat in Folge Arbeitsplätze ab. Lagerbestände und Einkaufsmengen wurden erneut stark reduziert. Die Auftragsbestände wurden hingegen so zügig abgebaut wie seit einem halben Jahr nicht mehr.

Von

rtr

Kommentare (8)

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stop_den_Euro

02.01.2013, 10:40 Uhr

Wie denn das?

Die Geldschwemmenparty geht doch jetzt erst richtig los!

Alle Probleme werden mit der digitalen Druckerpresse gelöst.

Geld gibt es bald überall zu haben :-))

aspi

02.01.2013, 11:01 Uhr

Zumindest für Deutschland liegt der Markit-Einkaufsmanager-Index ziemlich schief und richtet von daher mehr (psychologischen) Schaden an als er nutzt. Seit über einem Jahr meldet Wiliamsen auf Basis seiner Zahlen nun schon für Deutschland eine dramatische Rezession (O-TON: "Gähnende Leere in den Produktionshallen" und ähnliche markigen Sprüche). Stattdessen ist die Wirtschaftsleistung - wenn auch nicht sonderlich stark - gestiegen. Es gehört doch irgendwie auch zur journalistischen Sorgfaltspflicht, mal die Prognose eines solchen "Gurus" auf seine Trefferquote zu analysieren und ihn dadurch dazu bewegen, seine Umfragemethode offenzulegen und ggf. etwas an seinem Bewertungsmaßstab zu ändern.

Der_Stuermer

02.01.2013, 11:11 Uhr

Alles Ökonomen Dünnschiss ... unsere deutsche Wirtschaft brummt.
Der Mittelschicht gehts prächtig. Was will man mehr?

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