Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.10.2012

10:36 Uhr

Einkaufsmanagerindex

Wirtschaft schaltet den Rückwärtsgang ein

Der Einkaufsmanagerindex des Markit-Instituts ist gefallen. Das Barometer verharrt unter der Wachstumsmarke. Die deutsche Wirtschaft dürfte ihre Talfahrt beschleunigen. Der Hauptgrund sind fehlende Aufträge.

Nachlassende Exporte belasten die deutsche Wirtschaft. dapd

Nachlassende Exporte belasten die deutsche Wirtschaft.

Berlin Die deutsche Wirtschaft hat ihre Talfahrt im Oktober beschleunigt. Der Einkaufsmanagerindex fiel um 1,1 auf 48,1 Punkte, teilte das Markit-Institut am Mittwoch zu seiner Umfrage unter 1000 privaten Unternehmen aus Industrie und Dienstleistungssektor. Das Barometer verharrt damit seit einem halben Jahr unter der 50-Punkte-Marke, ab der Wachstum signalisiert wird. "Die deutsche Wirtschaft hat im Oktober wieder den Rückwärtsgang eingeschaltet", sagte Markit-Ökonom Tim Moore. "Das lag vor allem daran, dass die Industrieproduktion stärker zurückgefahren wurde als zuletzt."

Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie sank um 1,7 auf 45,7 Zähler. Von Reuters befragte Analysten hatten einen Anstieg auf 48,0 Punkte erwartet. "Zu schaffen machen den Industrieunternehmen vor allem die nachlassenden Exporte nach Südeuropa und der Nachfragerückgang im Automobilsektor", sagte Moore. "Die Schwäche der Automobilhersteller sorgte wiederum bei deren Vorleistungsgüterproduzenten für leere Auftragsbücher." Die Bestellungen fielen bereits den 16. Monat in Folge. Wegen der schlechten Aussichten und Überkapazitäten bauten die Firmen Arbeitsplätze ab.

Das Barometer für die Dienstleister gab um 0,4 auf 49,3 Punkte nach. Hier hatten Analysten mit 50,0 Zählern gerechnet. Auch hier klagten die Unternehmen über sinkende Aufträge, die aber nicht mehr so stark zurückgingen wie in den drei Vormonaten. "Gebremst wurde die Nachfrage der privaten Haushalte nach Dienstleistungen durch den Kostenanstieg bei Kraftstoffen und Energie", hieß es. "Und auch der scharfe Wettbewerb machte den Dienstleistern zu schaffen." Entsprechend düster fällt der Ausblick aus.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Brasil

24.10.2012, 11:50 Uhr

Na was denn nun, noch gestern waren die ganzen Indizes gestiegen und die Wirtschaft brummte noch?
Das HB will offensichtlich nach allen Windrichtungen argumentieren!
Nichts als Probaganda fuer die EURUDSSR Probagandisten(Statisten)! Macht weiter so!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×