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24.10.2013

10:30 Uhr

Einkaufsmanagerindex

Wirtschaft verliert zu Herbstbeginn an Fahrt

Die Wirtschaft der Euro-Zone wächst weiter, allerdings nicht so stark wie zuvor. Vor allem die großen Volkswirtschaften Deutschland und Frankreich verloren an Schwung. Doch Ökonomen bleiben weiter positiv.

Passanten in Hamburg: Die Privatwirtschaft in Deutschland ist weiter auf Wachstumskurs – jedoch langsamer als zuvor. dpa

Passanten in Hamburg: Die Privatwirtschaft in Deutschland ist weiter auf Wachstumskurs – jedoch langsamer als zuvor.

BerlinDie Konjunkturerholung in der Euro-Zone hat im Oktober überraschend an Fahrt verloren. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft fiel um 0,7 auf 51,5 Punkte, teilte das Markit-Institut am Donnerstag zu seiner Umfrage unter gut 4.000 Unternehmen aus Industrie und Dienstleistungssektor mit. Von Reuters befragte Ökonomen hatten hingegen einen Anstieg auf 52,5 Punkte erwartet. Das Barometer hielt sich aber über der Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum anzeigt.

„Es ist noch zu früh, um von einem nachlassenden Aufschwung zu sprechen“, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Wichtiger sei, dass sich der Index seit nunmehr vier Monaten über der 50-Punkte-Schwelle halte. Das deute auf ein Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent im vierten Quartal hin. „Obwohl nur moderat, geht der Aufschwung immerhin auf breiter Front weiter“, sagte Williamson. Die gesamte Euro-Zone befinde sich auf Wachstumskurs, doch habe die Dynamik in den größten Volkswirtschaften Deutschland und Frankreich nachgelassen. Das Tempo reiche insgesamt nicht aus, um Jobs zu schaffen. Im Gegenteil: Auch im September wurden Arbeitsplätze abgebaut.

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Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie legte leicht um 0,2 auf 51,3 Punkte zu. Ökonomen hatten mit 51,4 Punkten gerechnet. Das Barometer für die Dienstleister fiel dagegen um 1,3 auf 50,9 Zähler, während die Experten hier einen Anstieg auf 52,4 prophezeit hatten. Die Euro-Zone hatte sich erst im Frühjahr aus einer eineinhalbjährigen Dauer-Rezession gekämpft. Die Wirtschaft wuchs zwischen April und Juni um 0,3 Prozent.

Auch die deutsche Wirtschaft verlor zu Herbstbeginn an Schwung. Der hiesige Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft fiel im Oktober um 0,6 auf 52,6 Punkte, wie das Markit-Institut am Donnerstag zu einer Umfrage unter Hunderten Unternehmen mitteilte. Trotz des zweiten Rückgangs in Folge behauptete sich das Barometer über der Marke von 50 Zählern, ab der es ein Wachstum signalisiert. Die deutsche Wirtschaft bleibe „in guter Verfassung“, sagte Markit-Ökonom Tim Moore. „Die anhaltenden Auftragszuwächse deuten darauf hin, dass sie auch in den kommenden Monaten auf Wachstumskurs bleiben sollte.“

Gebremst wurde die Dynamik von den Dienstleistern. Deren Einkaufsmanagerindex fiel überraschend um 1,4 auf 52,3 Zähler. Von Reuters befragte Ökonomen hatten dagegen einen leichten Anstieg auf 53,9 Punkte vorhergesagt. Besser lief es in der Industrie, wo das Barometer wie erwartet um 0,4 auf 51,5 Punkte kletterte. Sie meldete auch steigende Exportaufträge. Beide Sektoren bauten allerdings Stellen ab. Im September hatte die deutsche Wirtschaft noch einen Jobaufbau gemeldet.

Die deutsche Wirtschaft war im zweiten Quartal um kräftige 0,7 Prozent gewachsen, weil die im Winter liegen gebliebenen Arbeiten nachgeholt werden konnten. Für das dritte Quartal sagen von Reuters befragte Ökonomen ein Plus von 0,3 Prozent voraus, für das letzte Vierteljahr von 0,4 Prozent.

Kommentare (9)

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24.10.2013, 10:44 Uhr

Die Journalisten sollten mit Argumenten gegen neue Parteien vorgehen und nicht mit inhaltsloser Diffamierung. Das ist unfair und zu simpel. Erst werden negativ besetzte Wort-Konstrukte geschaffen die unterschwellig Ablehnung beim Bürger erzeugen sollen. Rechts-Konservativ, Rechts-Populistisch, das ist nibulös negativ, es wird aber nicht gesagt WARUM eigentlich. Alles rechts der CDU wird von der Presse kaputt-gebissen, dabei ist da politisch soooo viel Platz bis an den rechts-extremen Rand, wo die NPD steht. Das kann doch nicht alles ignoriert werden an berechtigten politischen Inhalten und Positionen, die legitim einnehmbar sind.

Denkt mal drüber nach stern.de (Herr Jörges), spiegel.de, welt.de. An Glaubwürdigkeit verliert ihr sonst immer mehr und die Leser werfen die Ausgaben in die Mülltonne.

Account gelöscht!

24.10.2013, 10:48 Uhr

Klasse Artikel !

"CDU und CSU haben ihren inneren Kompass über Bord geworfen. Die SPD weiß kaum noch, was "rot" oder "links" heute bedeuten könnte und die Grünen haben sich überflüssig gemacht. Die einst von den Grünen initiierte Gesellschaftszerstörung geht auch ohne diese vollautomatisch weiter. ..."

http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-der-gesellschaftszerstoerungsmodus-in-vollem-gange/8966354.html

Account gelöscht!

24.10.2013, 11:47 Uhr

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