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28.11.2012

21:38 Uhr

Einschätzung der Fed

US-Wirtschaft wächst moderat

Große Sprünge nach oben bleiben aus, die US-Wirtschaft wächst nur mit moderatem Tempo. Der aktuelle Konjunkturbericht der US-Notenbank Fed kann Sorgen über eine weiter schwache Entwicklung nicht ausräumen.

Die US-Wirtschaft schwächelt trotz massiver Unterstützung seitens der Fed. Reuters

Die US-Wirtschaft schwächelt trotz massiver Unterstützung seitens der Fed.

WashingtonDie US-Wirtschaft wächst nach Einschätzung der Notenbank Fed weiter nur mit gemäßigtem Tempo. In dem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht der Federal Reserve Bank hieß es zudem, die Unternehmen hätten in den vergangenen Wochen moderat neue Mitarbeiter eingestellt.

Mit dieser Bestandsaufnahme konnten die Notenbanker Sorgen über eine weiter nur schwache Konjunkturentwicklung der weltgrößten Volkswirtschaft kaum ausräumen. In den meisten Bezirken hätten die Verbraucherausgaben etwas zugelegt, erklärte die Fed allerdings mit Blick auf generell eher positive Erwartungen an das Vorweihnachtsgeschäft. Die US-Wirtschaft hängt in großem Umfang von den Konsumausgaben der Amerikaner ab.

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Die Zahl der Kunden nahm zwar zu, doch diese ließen weniger Geld da als ein Jahr zuvor.

Der Industrie macht die Zitterpartie um den US-Haushalt zu schaffen, wie die Fed in ihrem "Beige Book" weiter mitteilte. In fünf von zwölf Bezirken hörte die Fed demnach, dass der Blick ins kommende Jahr der Branche Kopfschmerzen bereite.

Sollten sich Demokraten und Republikaner nicht auf einen Haushaltskompromiss einigen können, drohen den USA zur Jahreswende automatisch massive Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen. Durch diese "Fiskalklippe" könnte die USA erneut in die Rezession abgleiten lassen. Am Mittwoch signalisierten beide politischen Lager aber Zuversicht.

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Im US-Haushaltsstreit könnte es noch vor Jahresende zu einer Einigung kommen.

Als Rückendeckung für ihre Konjunkturprogramme und Niedrigstzinsen dürften die US-Notenbanker werten, dass sie laut Konjunkturbericht kaum Zeichen für Preisdruck feststellen konnten. Die US-Wirtschaft schwächelt trotz massiver Unterstützung seitens der Fed.

Vor allem der Arbeitsmarkt entwickelt sich für amerikanische Verhältnisse äußerst schwach. Die Arbeitslosenrate stieg im Oktober leicht auf 7,9 Prozent. Die Zahlen für November werden in der kommenden Woche erwartet. Auch am Immobilienmarkt, auf dem die Krise 2007 begann, sind nur vereinzelt Hoffnungszeichen auszumachen.

In ihrem Konjunkturbericht warnte die Fed zudem, dass die US-Unternehmen zunehmend über die "Fiskaklippe" besorgt seien. In der Fed-Umfrage klagten die Unternehmensführungen über die Unsicherheit, was das Ausmaß der drohenden Kürzungen und Steuererhöhungen angeht. Viele Unternehmen erwarten den Angaben zufolge eine Abschwächung des Wachstums in den kommenden Monaten.

Kommentare (6)

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pro-D

28.11.2012, 21:52 Uhr

Langsam sieht es so aus, dass die Amis das wohl doch alles noch in den Griff bekommen. Denn wie es aussieht, die Ami-Wirtschaft kommt hoch. Evlt aber auch, weil man in Amiland nicht bei der Klima-Lüge so sklavisch alles mitmacht, wass verlogene Geschäftemacher zu Ursache des Sonnensystem gerade als uns vorgaukeln.

Account gelöscht!

28.11.2012, 22:25 Uhr

Sehr oberflächliche Aussage!

Wie wäre es, wenn Sie die gesamte US-Wirtschaft von A-Z hinterfragen? Oder haben Sie dazu keine Lust?

Vergessen sie nicht, dass z.B. die Arbeitslosenzahlen geschönt sind und fast 50 Millionen Amerikaner von Lebensmittelmarken leben. Über 100 Millionen Amerikaner leben in Armut oder sind kurz davor. Was ist mit der Staatsverschuldung, der Privatverschuldung oder die Schulden der Banken? Oder was mit am wichtigsten ist: Was ist mit dem riesigen Handelsdefizit?

Und die Amis sollen das noch in den Griff bekommen? Wo leben Sie eigentlich?

Hinterfragen Sie alle Statistiken von US-Behörden und Sie werden sehen, dass eben nicht alles so super aussieht. Amerika hat fertig!!!!!!


Hier noch ein Link, wo Sie sich ausführlich informieren können:

http://www.querschuesse.de/usa-muder-auftragseingang-bei-langlebigen-gutern/

so_what

28.11.2012, 22:52 Uhr

Student-Loan Bubble: Die überfälligen Forderungen (90+ Tage) bei Student-Loans nehmen rasant zu und haben sogar den entsprechenden Wert von Kreditkarten überholt. Von den $956 Mrd an ausstehenden Krediten sind 11% überfällig (Vorquartal 9%).

Laut der NY Fed liegen die tatsächlichen überfälligen Forderungen weit höher als offiziell angegeben (11%).
Das Kreditwachstum bei Privathaushalten findet hauptsächlich über den Posten Student Loans statt. Nach Ansicht vieler Analysten zeigt diese Kreditkategorie alle Anzeichen einer Blase, und ist sogar mit der Suprime-Bubble vergleichbar.
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