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28.04.2011

07:20 Uhr

Erdbeben-Folgen

Japans Industrie bricht dramatisch ein

Es ist der schwerste Einbruch seit Beginn der Aufzeichnungen: Die Erdbeben-Katastrophe bremst die Industrieproduktion in Japan dramatisch. Die Not ist groß, deshalb bleibt die japanische Notenbank bei ihrer Nullzinspolitik.

Archivbild von der Autoproduktion in Japan. Quelle: dpa

Archivbild von der Autoproduktion in Japan.

Tokio

Die Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe hat die Industrieproduktion in Japan einbrechen lassen. Die Produktion ging im März um 15,3 Prozent gegenüber dem Vormonat zurück, das ist so viel wie nie zuvor, wie die Regierung in Tokio am Donnerstag mitteilte. Die Arbeitslosenquote blieb demnach unverändert bei 4,6 Prozent. Nicht eingerechnet sind allerdings Zahlen aus den drei von der Naturkatastrophe am stärksten betroffenen Präfekturen.

Der Einbruch bei der Industrieproduktion ist nach Angaben des Wirtschaftsministeriums der schwerste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1953. Die Nachrichtenagentur Kyodo hatte einen Rückgang von 11,4 Prozent erwartet. Die japanische Notenbank beließ den Leitzins unterdessen unverändert praktisch bei Null. Damit solle die Wirtschaft nach der Naturkatastrophe gestützt werden, hieß es am Donnerstag. Das Erdbeben und der nachfolgende Tsunami am 11. März hatte weite Teile Nordjapans verwüstet. Die Notenbank hat seitdem riesige Summen in die Finanzmärkte gepumpt, um die Wirtschaft zu stabilisieren.

Von

dapd

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