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19.10.2013

11:50 Uhr

Erholung der Euro-Zone

DIW-Chef warnt vor großen Risiken

Der große Aufschwung nach der Krise blieb aus. Und das bleibt auch so, meint DIW-Chef Marcel Fratzscher. Die Risiken für den Aufschwung seien enorm. Das derzeitge Wachstum sei nur von Deutschland getrieben.

Marcel Fratzscher ist zum 1. Februar 2013 an die Spitze des DIW gerückt. dpa

Marcel Fratzscher ist zum 1. Februar 2013 an die Spitze des DIW gerückt.

BerlinDIW-Chef Marcel Fratzscher rechnet nicht mit einer nachhaltigen Erholung der Euro-Zone. „Ich bin nicht übermäßig optimistisch. Die Risiken für den Aufschwung sind enorm“, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung der „Wirtschaftswoche“. „Von einem V-Aufschwung, den viele 2008/09 erhofft hatten – also ein steiler Anstieg nach dem tiefen Fall –, kann keine Rede sein.“ Das derzeitige Wachstum sei stark von Deutschland getrieben, während in anderen Ländern die Arbeitslosigkeit sogar noch steigen werde und neue Probleme mit maroden Banken drohten.

„Es könnte bei der anstehenden Bewertung der Banken durch die Europäische Zentralbank einige böse Überraschungen geben“, warnte der Ökonom. „Wer weiß denn schon, was spanische und italienische Banken in den Büchern haben?“ Zudem sieht Fratzscher weiterhin die Gefahr politischer Krisen, etwa in Italien und Griechenland.

Die weltweit besten Industriestandorte

Platz 1

Die USA behaupten sich im IQ-Index auf dem ersten Rang. Dort waren die Vereinigten Staaten bereits 1995 zu finden.

Platz 2

Im Vergleich von 45 Industrienationen belegt Schweden den zweiten Rang. Seit 1995 hat sich Schweden damit um zwei Plätze verbessert.

Platz 3

Dänemark macht zwei Plätze gut und springt auf Rang 3. Skandinavien macht derzeit wirtschaftlich eine gute Figur.

Platz 4

Auch Deutschlands Nachbar Schweiz schafft es auf einen der vorderen Plätze – 1995 stand die Alpenrepublik noch auf Rang 7.

Platz 5

Deutschland macht den größten Sprung bei den Top-Industrienationen. 1995 sah das IW-Institut die Bundesrepublik noch auf Platz 14.

Platz 6

Knapp hinter Deutschland folgt Australien auf Platz 6 – sogar mit dem gleichen Indexwert aus den 58 einzelnen Kategorien.

Platz 7

Platz 7 geht an die Niederlande – damit verschlechtert sich unser Nachbar deutlich. Die Holländer lagen 1995 noch an zweiter Stelle des IW-Rankings.

Platz 8

Auch Kanada muss einen Rückschlag hinnehmen. Der nordische Nachbar der USA stürzt um satte fünf Plätze ab.

In ihrer Herbstprognose hatten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute vor einem Wiederaufflammen der Euro-Staatsschuldenkrise gewarnt. Die Lage im Euro-Raum sei immer noch fragil, lautete der Befund in ihrer am Donnerstag veröffentlichten Gemeinschaftsprognose. Ein Wiederaufleben der Krise könne nicht ausgeschlossen werden.

Griechenland und auch Portugal dürften nach dem Urteil der Institute nach Ablauf der aktuellen Hilfsprogramme zunächst weiter auf Hilfen ihrer internationalen Partner angewiesen sein. „Angesichts der beträchtlichen Refinanzierungserfordernisse und der wirtschaftlichen Schwäche der Länder ist aus Sicht der Institute eine vollständige Refinanzierung durch die Kapitalmärkte unwahrscheinlich.“ Es sei zu erwarten, dass beide Länder auch über 2014 hinaus zusätzliche Finanzhilfen benötigen.

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