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07.01.2014

00:23 Uhr

Erstmals Frau an der Spitze

US-Senat kürt Janet Yellen zur Notenbankchefin

Die 67-jährige Janet Yellen wird neue Vorsitzende der US-Notenbank. Der Senat stimmte am frühen Montagabend für ihre Berufung. Yellen rückt als erste Frau an die Spitze der Zentralbank der weltgrößten Volkswirtschaft.

Janet Yellen: Der US-Senat hat sie als Nachfolgerin von Ben Bernanke bestätigt. AFP

Janet Yellen: Der US-Senat hat sie als Nachfolgerin von Ben Bernanke bestätigt.

WashingtonFed-Vizechefin Janet Yellen ist offiziell zur Präsidentin der mächtigsten Notenbank der Welt gekürt worden. Der US-Senat stimmte am Montag der Ernennung Yellens zur Nachfolgerin des Ende Januar aus dem Amt scheidenden Zentralbankchefs Ben Bernanke zu. Damit ist der Weg frei für die erste Frau an der Spitze der Fed in deren 100-jähriger Geschichte.

Yellen war von US-Präsident Barack Obama für den Posten vorgeschlagen worden. Die Ökonomin und Arbeitsmarktexpertin, die vor ihrem Wechsel in die Hauptstadt die Fed von San Francisco leitete, steht für einen lockeren geldpolitischen Kurs.

Janet Yellens bisherige Karriere

Uniabschluss

1967 schließt sie ihren Bachelor in Volkswirtschaftslehre  an der Brown University mit „Summa cum laude“ ab.

Promotion

1971 die Promotion in Yale.

Dozentin in Harvard

Von 1971 bis 1976 arbeitet sie als Dozentin in Harvard. Zu den Studenten in ihren Vorlesungen gehört auch ein gewisser Larry Summers, der später ihr größter Konkurrent im Rennen um den Spitzenposten bei der Fed wird.

1. Mal bei der Fed

1977 heuert Yellen als Forscherin bei der US-Notenbank Fed an. Dort lernt sie in der Cafeteria ihren späteren Ehemann George Ackerlof kennen. Beide heiraten kurze Zeit später.

Weitere akademische Karriere

Das Paar wechselt 1978 gemeinsam an die London School of Economics (LSE). Ihnen gefallen London und die LSE. Doch beide kommen mit der Mentalität der Briten nicht zurecht. 1980 gehen sie zurück in die USA an die Universität Berkeley. Dort wird Yellen 1982 zur Professorin ernannt.

2. Mal bei der Fed

Von 1994 bis 1997 wurde sie zum ersten Mal in den Vorstand des Board of Governors der Fed berufen.

Wirtschaftsberaterin für Clinton

1997 berief sie der damalige US-Präsident Bill Clinton als Vorsitzende in den Rat seiner Wirtschaftsberater. Dort blieb sie bis 1999.

3. Mal bei der Fed

2004 wird Yellin als Chefin der Federal Reserve Bank of San Francisco berufen. Im März 2010 berief sie Barack Obama als Stellvertretende Notenbankchefin.

Die US-Notenbank hat jüngst entschieden, ihre Geldspritzen zu drosseln und reagiert damit auf die aufgehellte Lage am Arbeitsmarkt. Die Quote war im November auf sieben Prozent gefallen - das niedrigste Niveau seit fünf Jahren. Bernanke hat den Kurs nach eigenem Bekunden eng mit Yellen abgesprochen. Dies gilt auch für das Versprechen, den Leitzins auch bei einem Absinken der Arbeitslosenrate auf 6,5 Prozent noch geraume Zeit bei faktisch null Prozent zu belassen.

Beobachter rechnen damit, dass Yellen die Zinswende frühestens im Spätsommer 2015 einleiten wird. Kritiker fürchten, dass diese Politik des billigen Geldes zu Vermögenspreisblasen führt. Auch die Finanzkrise war 2007 aus einer solchen Blase entstanden, als der Immobilienmarkt in den USA überhitzte.

Von

rtr

Kommentare (1)

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07.01.2014, 10:44 Uhr

Die sogenannte "Gouvernment-Bank" Goldman-Sachs hat die meissten Schuldpapieren weltweit für Staatschulden in ihrem Tresor und kassiert prächtig für die Zinsen. CEO Blankfein kann sich die Hande reiben vor Glück, denn Frau Yellen wird weiter Geld drucken lassen bei der FED, die dann die Staatsanleihen an Goldman Sachs WEITERVERKAUFT und für die Zinsen gerade steht.

Momentan ist der Zinskurs ja recht niedrig mit 0,5 % für die ganzen Staatsanleihen (18.000.000.000.000 Dollar) im Jahr.

Aber wenn die FED die Zinsen anhebt auf 3 %, dann muss Obama (oder sein Nachfolger) erhöhte Zinsen zahlen.

Dafür nehmen sie wieder neue Schulden in China auf. Wenn China sich weigert, muss NOCH MEHR Geld gedruckt werden um die Zinsen zu bezahlen.

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