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19.02.2015

10:34 Uhr

Erstmals seit 2009

Verbraucherpreise in Frankreich fallen

In Frankreich sind erstmals seit dem Jahr 2009 die Verbraucherpreise gefallen – damals herrschte Rezession. Nun wachsen wieder die Ängste vor einer Deflation, in der gesamten Euro-Zone.

In Frankreich fallen die Verbraucherpreise, nun wächst die Angst vor einer Deflation europaweit. dpa

In Frankreich fallen die Verbraucherpreise, nun wächst die Angst vor einer Deflation europaweit.

ParisAuch in Frankreich sind die Verbraucherpreise erstmals seit dem Rezessionsjahr 2009 gesunken. Damit wachsen die Sorgen vor einer wirtschaftlich gefährlichen Deflation in der gesamten Euro-Zone. Vor allem billigere Energie sorgte dafür, dass Waren und Dienstleistungen in Frankreich im Januar durchschnittlich 0,4 Prozent weniger kosteten als vor Jahresfrist, wie am Donnerstag aus Daten des Statistikamts Insee hervorging. Denn für Energie mussten die Konsumenten 7,1 Prozent weniger ausgeben. Klammert man besonders schwankungsanfällige Preise - etwa für Lebensmittel und Energie - aus, lag die sogenannte Kerninflation im Vergleich zum Vorjahresmonat mit 0,2 Prozent im Plus.

Von stabilen Preisen spricht die Europäische Zentralbank (EZB) nur bei Inflationsraten von knapp zwei Prozent. In Deutschland waren die Lebenshaltungskosten im Januar ebenfalls zum ersten Mal seit 2009 wieder gesunken - und zwar um 0,4 Prozent. Eine Spirale aus fallenden Preisen, Investitionen und Konsumausgaben - von Fachleuten Deflation genannt - gilt als konjunkturschädlich.

Die Verlierer der Weltwirtschaft

Großbritannien

2014: 2,435 ; 2030: 3,586 ; 2050: 5,744 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Zwar wird Großbritannien auch 2030 noch im Ranking der Top-Volkswirtschaften mit Platz zehn in der Top Ten sein. Doch 2050 sieht das anders aus: Rang elf.

Italien

2014: 2,066 ; 2030: 2,591 ; 2050: 3,617 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Italien wird in 35 Jahren auf Rang 18 zurückfallen. Die Prognose zeigt deutlich, dass Europa im weltweiten Vergleich weiter an wirtschaftlichem Gewicht verliert.

Frankreich

2014: 2,587; 2030: 3,418; 2050: 5,207 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Frankreich kommt schafft es bereits 2030 auf Rang elf und rutscht bis 2050 auf Platz 13.

Russland

2014: 3,559 ; 2030: 4,854 ; 2050: 7,575 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Russland wird bis 2050 auf Platz acht verdrängt.

Deutschland

2014: 3,621 ; 2030: 4,590 ; 2050: 6,338 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Drei europäische Staaten gehören derzeit zu den zehn größten Volkswirtschaften der Welt: Deutschland, Frankreich und Großbritannien. 2050 wird nur noch die Bundesrepublik in den Top Ten der wirtschaftlich leistungsfähigsten Staaten vertreten sein. Deutschland wird bereits 2030 auf Rang acht zurückfallen.

Japan

2014: 4,788 ; 2030: 6,006 ; 2050: 7,914 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Während Japan auch 2030 den vierten Platz verteidigt, wird das Land bis 2050 drei Ränge abrutschen und auf Rang sieben landen.

USA

2014: 17,416 ; 2030: 25,451 ; 2050: 41,384 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Auch wenn die USA 2020 den zweiten Platz noch verteidigen können, werden sie 2050 von Indien auf Platz drei verdrängt. Dann wird drittstärkste Volkswirtschaft USA fast zweieinhalbmal so groß sein wie Indonesien (2050: Rang vier).

Für Frankreich droht dies nach Ansicht von Experten allerdings kaum. Die Inflation werde zwar in den nächsten Monaten noch negativ sein, sagte BNP-Paribas-Analyst Dominique Barbet. „Aber ich sehe kein Deflationsrisiko, da sich die Aussichten für das Wirtschaftswachstum aufhellen.“ Dies werde dazu beitragen, die Inflation anzuheizen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Thomas Behrends

19.02.2015, 12:28 Uhr

Na endlich fallen die Preise Europaweit; wenn Sie als Händler nichts mehr loswerden müssen Sie mit den Preisen runter oder Ihren Laden schließen. Ganz einfache Wirtschaftslogik. Warum jetzt in Panik verfallen, wo doch Unternehmer in den letzten Jahrzehnten prima verdient haben ?!

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