Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.06.2013

10:01 Uhr

Erstmals seit drei Jahren

Deutsche Löhne steigen schneller als in Frankreich

Die Löhne in Deutschland sind 2012 schneller gestiegen als in Frankreich. Dies gab es seit 2009 nicht mehr. Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in Frankreich einen allgemeinen Mindestlohn.

Der Vergleich der Gehälter wird seit 2007 erhoben. dpa

Der Vergleich der Gehälter wird seit 2007 erhoben.

BerlinDie deutschen Löhne sind 2012 erstmals seit drei Jahren stärker gestiegen als in Frankreich. Die tariflichen Monatsverdienste in der Privatwirtschaft legten hierzulande um 2,8 Prozent zu, im Nachbarland dagegen nur um 2,1 Prozent. Seit Beginn dieser Statistik 2007 habe es diese Konstellation bislang nur 2009 gegeben, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Grund für das stärkere Lohnplus ist die robuste Konjunktur: Die deutsche Wirtschaft wuchs im vergangenen Jahr um 0,7 Prozent, während die französische Wirtschaft stagnierte und unter einer Rekordarbeitslosigkeit leidet.

In beiden Ländern lag das Lohnplus über der Inflationsrate, die in Deutschland 2,1 Prozent und in Frankreich 2,2 Prozent betrug. In Deutschland schwankten die Tariferhöhungen in den einzelnen Branchen stärker. Sie lagen zwischen 1,5 Prozent für den Bereich Grundstücks- und Wohnungswesen und 3,2 Prozent im Verarbeitenden Gewerbe. In Frankreich erhielten die Beschäftigten im Schnitt ein Plus zwischen 1,9 Prozent (Verkehr und Lagerei) und 2,4 Prozent (Verarbeitendes Gewerbe und Gastgewerbe).

Im Gegensatz zur Bundesrepublik gibt es im Nachbarland einen allgemein garantierten, gesetzlichen Mindestlohn. Dieser wird jährlich von der Regierung entsprechend der allgemeinen Lohnentwicklung erhöht. 2012 kletterte er zum 1. Januar um 1,6 Prozent sowie zum 1. Juli um weitere 2,0 Prozent auf 9,40 Euro pro Stunde. Am 1. Januar 2013 stieg der gesetzliche Mindestlohn noch einmal um 0,3 Prozent.

In Deutschland gelten verbindliche Mindestlöhne dagegen nur in einzelnen Branchen. Sie lagen am 1. Juli 2012 zwischen 7,00 Euro (Mitarbeiter im Objektschutz im Osten einschließlich Berlin sowie in Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein) und 13,40 Euro (Baugewerbe in Westdeutschland). Außerdem gilt in der Zeitarbeit eine Lohnuntergrenze von 7,01 Euro in Ostdeutschland und von 7,89 Euro in Westdeutschland.

Von

rtr

Kommentare (7)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

18.06.2013, 10:18 Uhr

"Deutsche Löhne steigen schneller als in Frankreich"

Jaja diese Hitze heute....

Account gelöscht!

18.06.2013, 10:31 Uhr

Wie stark steigen denn deutsche Löhne in Frankreich?

Diejenigen, die das auswürfeln, hatten wohl grad etwas Zeit zwischen den Zahlen der Arbeitslosen und der Inflationsrate?

Account gelöscht!

18.06.2013, 10:47 Uhr

Liebes HB
habt Ihr nur noch Lehrlinge?
Löhne die in Deutschlad steigen, führen niht zwingend zu mehr Geld, wenn man das Pech in eine höhere Lohnsteuer zu rutschen (Mittelstandsbauch)

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×