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05.02.2015

11:26 Uhr

EU-Kommission erhöht Prognose

Euro-Wirtschaft soll kräftiger wachsen

Der Rückgang des Ölpreises und der billigere Euro sind „willkommenes Doping für die EU-Wirtschaft“, freut sich Finanzkommissar Moscovici. Die BIP-Prognose wird angehoben. Die Preise hingegen sollen leicht nachgeben.

Die EU-Kommission hat die BIP-Prognose für dieses und das kommende Jahr angehoben. dpa

Wachstumsspritze für die Euro-Zone

Die EU-Kommission hat die BIP-Prognose für dieses und das kommende Jahr angehoben.

Berlin/BrüsselDie EU-Kommission blickt optimistischer auf die Konjunktur in Deutschland und der Euro-Zone. Die Brüsseler Behörde erhöhte am Donnerstag ihre Wachstumsprognosen und begründete dies vor allem mit dem günstigeren Öl und dem niedrigen Euro-Kurs. Der gesamten Währungsunion traut die Kommission für 2015 einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 1,3 statt bisher nur 1,1 Prozent zu.

Im nächsten Jahr dürfte sich das Wachstum auf 1,9 (bisher 1,7) Prozent beschleunigen. Der Ausblick für die Konjunktur habe sich seit der vorigen Prognose im November etwas aufgehellt, sagte Wirtschafts- und Finanzkommissar Pierre Moscovici. „Der Rückgang des Ölpreises und der billigere Euro sorgen für ein willkommenes Doping für die EU-Wirtschaft.“

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Für Schwung dürften auch die weitere Lockerung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sorgen und das von der Kommission geplante Investitionsprogramm. Zudem müsse es mehr Reformen geben, sagte der für den Euro-Raum zuständige Vizepräsident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis.

In Deutschland dürfte die Konjunktur in diesem Jahr um 1,5 Prozent zulegen und im nächsten Jahr um 2,0 Prozent. Bisher hatte die Kommission nur ein Plus von 1,1 und 1,8 Prozent veranschlagt. Für Frankreich erhöhten die Brüsseler ihre Prognose für 2015 auf 1,0 (bisher 0,7) Prozent und für 2016 auf 1,8 (1,5) Prozent. In Italien erwarten die Experten in diesem Jahr weiter ein Plus von 0,6 Prozent, das sich aber im nächsten Jahr auf 1,3 (1,1) Prozent beschleunigen dürfte. Für Griechenland hingegen zeigte sich die Kommission etwas weniger optimistisch. Das BIP werde hier um 2,5 und 3,6 Prozent steigen. Bisher hatte die Behörde ein Plus von 2,9 und 3,7 Prozent erwartet.

An der Preisfront sprechen die Experten von einem anhaltenden Trend zu niedriger Inflation. Die Verbraucherpreise im Euro-Raum dürften in diesem Jahr um 0,1 Prozent sinken und erst im nächsten Jahr mit 1,3 Prozent wieder spürbar steigen. Bisher hatte die Kommission für 2015 noch ein Plus von 0,8 Prozent erwartet. Die EZB sieht stabile Preise nur bei Werten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet.

Von der Inflation zur Deflation

Was bedeutet Inflation?

Als Inflation wird die Preissteigerung binnen eines Jahres bezeichnet. Sie liegt in Deutschland im Januar nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes bei minus 0,3 Prozent. Das bedeutet, dass die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat gefallen sind. Das liegt unter anderem am dramatisch gefallenen Ölpreis, der sich seit dem Sommer mehr als halbiert hat.

Wann spricht man von einer Deflation?

Hierzu reicht ein Preisrutsch von einem Monat auf den anderen nicht aus. Dazu muss sich die Inflationsrate klar ins Negative umkehren – und das für längere Zeit.

Was passiert bei einer Deflation?

Bei einer Deflation verschieben Verbraucher in der Regel ihre Anschaffungen in der Hoffnung auf niedrigere Preise. Unternehmen verringern ihre Produktion, um sich der sinkenden Nachfrage anzupassen, was Entlassungen und niedrigere Löhne zur Folge haben kann. Das bremst die Nachfrage dann noch mehr und die Preise sinken weiter – es droht ein Teufelskreis aus fallenden Preisen, Löhnen, Ausgaben und Investitionen, aus dem schwierig herauszukommen ist.

Hat eine Deflationsphase zwangsläufig negative Folgen?

Nicht unbedingt. Ob die Verbraucher tatsächlich Einkäufe zurückstellen, muss sich in der jeweiligen Situation zeigen. Denn zunächst sind niedrigere Preise aus ihrer Sicht durchaus positiv. Wenn sie weiter konsumieren, profitiert auch die Wirtschaft. Erst mit sogenannten Zweitrundeneffekten – wenn also auch die Löhne fallen – kann es gefährlich werden.

Wie ist die Lage in Europa?

In der Eurozone sind die Lebenshaltungskosten im Dezember erstmals seit Oktober 2009 zurückgegangen. In Deutschland hatte die Inflationsrate im Dezember noch bei einem kleinen Plus von 0,2 Prozent gelegen. Allerdings hat die Europäische Zentralbank (EZB) als Zielwert eine Preissteigerung von knapp unter zwei Prozent ausgegeben. Dieser scheint momentan in weiter Ferne.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

05.02.2015, 12:16 Uhr

Der Rückgang des Ölpreises und der billigere Euro sind „willkommenes Doping für die EU-Wirtschaft“

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LIEBE EU...LÜGE UNS NICHT LÄNGER AN !

Egal welche Nachrichten man im TV sieht...

oder Online lesen tut...

ÜBERALL NUR KÜNDIGUNGEN !!!

Und so will man den Aufschwung in Europa erzielen ?

Juncker, Schulz und Co sind Ihren Einkommen niemals Wert !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

WO SIND NEUE ARBEITSPLÄTZEN IN DER EU ?

Stattdessen immer mehr EU-Arbeitslosen...

immer mehr EU-Obdachlosen...

immer mehr Menschen die die Lage in Europa nicht aushalten...

und sich das eigene Leben nehmen !

Wozu kostet dieses EU-Apparat soviel Steuergeld ????????????????????

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