Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.05.2011

11:28 Uhr

EU-Kommission

Europas Aufschwung ist nicht zu bremsen

In den Ländern der EU geht es wieder aufwärts: Trotz der Sorgen um die Schuldenkrise in der Euro-Zone ist Wirtschaft in den ersten drei Monaten des Jahres gewachsen. Nur in den Problemländern geht es kaum voran.

Die europäische Wirtschaft ist in den ersten drei Monaten des Jahres gewachsen. Quelle: dpa

Die europäische Wirtschaft ist in den ersten drei Monaten des Jahres gewachsen.

Brüssel

Der Aufschwung in Europa wird nach der jüngsten Prognose der EU-Kommission trotz einiger Risikofaktoren im kommenden Jahr anhalten. Im Euro-Raum werde die Wirtschaftsleistung nach einem Plus von 1,6 Prozent in diesem Jahr 2012 um 1,8 Prozent zunehmen. "Die wichtigste Botschaft unserer Prognose: Der Wirtschaftsaufschwung in Europa steht auf soliden Füßen und wird sich trotz der jüngsten externen Turbulenzen und Spannungen auf dem Markt für Staatsanleihen weiter fortsetzen", erklärte EU-Währungskommissar Olli Rehn am Freitag in Brüssel.

In Deutschland wird sich die Konjunktur nach der Prognose deutlich abkühlen: Die Kommission erwartet für das kommende Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 1,9 Prozent nach 2,6 Prozent in diesem Jahr. Die Kluft zwischen Deutschland und anderen exportorientierten Ländern und den hoch verschuldeten Staaten an der Peripherie der Währungsunion schließt sich langsam.

Deutlich nach oben revidierte die Kommission die Inflationsprognose für die Euro-Zone. Die Behörde rechnet nun mit einem Preisanstieg von 2,6 Prozent nach 2,2 Prozent in der vorangegangenen Prognose. Der Preisauftrieb soll 2012 aber wieder deutlich nachlassen und mit 1,8 Prozent unter die Toleranzschwelle der Europäischen Zentralbank sinken.

Im ersten Quartal verzeichnet die Euro-Zone laut dem Europäischen Statistikamt Eurostat ein Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent. Das übertrifft die Schätzungen: Erwartet worden war ein Anstieg um 0,6 Prozent. In Deutschland ist die Wirtschaft im ersten Quartal sogar um 1,5 Prozent gewachsen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Volkswirte hatten ein Plus von 0,9 Prozent erwartet. Stärker als in Deutschland wuchs das BIP in Litauen (3,5 Prozent) und Estland (2,1 Prozent).

Auch Frankreich startete schwungvoll ins Jahr: Die Wirtschaft des wichtigsten deutschen Exportkunden zog mit 1,0 Prozent ebenfalls überraschend stark an, nachdem es am Jahresende nur zu einem Plus von 0,3 Prozent gereicht hatte.

Italiens Wirtschaft als Nummer drei kam erneut kaum vom Fleck und blieb mit einem Wachstum von 0,1 Prozent wie schon Ende 2010 nur knapp über der Stagnation. Während die spanische Wirtschaft leicht um 0,3 Prozent zulegte, schaffte es das Nachbarland Portugal es nicht aus der Rezession. Die portugiesische Wirtschaft schrumpfte zum Vorquartal und zum Vorjahresquartal jeweils um 0,7 Prozent. In Griechenland, das wie Portugal und Irland auf Finanzhilfen des IWF und seiner europäischen Partner
angewiesen ist, kletterte die Wirtschaftsleistung zum Jahresauftakt um 0,8 Prozent. Im Vergleich zum ersten Quartal 2010 sackte sie um 4,8 Prozent. Experten hatten aber sogar ein Minus von 6,6 Prozent befürchtet.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Kalle

13.05.2011, 12:35 Uhr

Wir können häufig nur noch exportieren wenn wir die Finanzierung mit liefern. Diese bricht gerade zusammen, Griechenland hat schon fertig, andere folgen.
Der Jubel hier soll von den massiven Problemen nur ablenken.
Wir leben von geborgter Zeit mit astronimisch steigenden Schulden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×