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13.05.2011

21:09 Uhr

EU-Schuldenländer

EZB sieht Lage kritisch, aber nicht hoffnungslos

Der EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark hat angesichts der prekären finanziellen Lage einiger Eu-Mitgliedsstaaten zur strikten Umsetzung der Hilfsprogramme gemahnt. Gleichzeitig zeigte er sich jedoch vorsichtig optimistisch.

Der EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark ist gegen eine Umschuldung Geriechenlands. Quelle: dpa

Der EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark ist gegen eine Umschuldung Geriechenlands.

AachenDie Lage in den überschuldeten Euro-Zonen-Ländern Griechenland, Irland und Portugal ist nach Ansicht von EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark ernst, aber nicht hoffnungslos. Zwar sei die Situation „kritisch“ und derzeit nur dank der Hilfsprogramme von EU und IWF beherrschbar, sagte Stark am Freitag in Aachen. „Bei vollständiger Umsetzungen wird das Programm diesen Ländern (aber) erlauben, die Voraussetzungen für eine erfolgreiche weitere Teilnahme an der Währungsunion zu schaffen.“ Die Auflagen und Reformschritte, die mit den Programmen verknüpft seien, müssten deshalb „entschlossen und kompromisslos“ durchgeboxt werden. Zugleich betonte Stark, dass die EZB ein Signal zur schrittweisen Zinserhöhung an die Märkte gesandt habe.

Das deutsche Mitglied des EZB-Direktoriums sprach sich erneut gegen eine Umschuldung des besonders hart gebeutelten Griechenland aus: „Diese Diskussion beruht auf der Annahme der Insolvenz des betroffenen Landes. Diese Annahme ist falsch.“ Eine Umschuldung eines Euro-Landes berge aber auch Gefahren für die Währungsunion als Ganzes, warnte Stark. Es sei denkbar, dass die Märkte dann auch anderen Euro-Ländern das Vertrauen entziehen würden.

Zudem bekäme das Land, das den Schuldehnschnitt durchführt, selbst massive Refinanzierungsprobleme, weil es von den Finanzmärkten abgeschnitten wäre. „Die Vorstellung, man könnte eine Haushaltskrise durch eine einfache Schuldenreduzierung lösen, ist eine Illusion.“ Stark forderte abermals, dass alle Länder der Euro-Zone aus der Schuldenkrise Lehren ziehen und ihre Finanzpolitik anpassen.

Die Krise in den Schuldenstaaten sei weitgehend hausgemacht und zudem durch die Aufweichung der Stabilitätsregeln begünstigt worden. Nun sei es umso wichtiger, dass an den Märkten wieder Vertrauen in Europa und seine Staaten entstünde: „Es muss das besondere Merkmal Europas sein, dass jeder Mitgliedsstaat seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommt und Verträge eingehalten werden.“

Von

rtr

Kommentare (4)

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Fehlkonstruktion-Euro

13.05.2011, 23:16 Uhr

Habe mir gerade auf dem Zensierten Dumm Fernsehn M. Illner angesehen.

Herrn Kampeter cdu, stand seine Ratlosigkeit wenn es um die Kernprobleme des Euros ging, gerade zu ins Gesicht geschrieben. Es fiel ihm sichtlich schwer, die Leute weiterhin mit Phrasen wie der Euro ist alternativlos, der Euro ist gut für die "BRD", etc. - sie wissen schon, zu belügen. Deshalb ließ er sich wohl zu der einzig wahren Aüßerung verleiten: Der Euro ist ein POLITISCHES Projekt, herbeigeführt von den charakter- und heimatlosen EUrophilen der EinheitsbreiPartei, welche anstatt für ein starkes Deutschland einzutreten, ihr Heil in der EU Diktatur suchen.

Als dem grünen Giegold nichts mehr einfiel womit er hätte argumentieren können, wurde schnell die "Rechtspopulistenkeule" bemüht um alle Kritiker der Diktatwährung mundtot zu schlagen. Im Anschluß direkt die WelkriegII Keule aus der Ökobaumwolltragetasche herausgezogen und losgebrabelt: Die bösen Deutschen sollten mal wieder erinnern welche Schandtaten sie begangen hätten, wie gut die restliche Welt doch zu ihnen war, und daß die Deutschen doch dankbar sein sollen jetzt alles zurückzahlen zu dürfen.
Anstatt die realen Probleme zu sehen die vom Euro ausgehen wird populistisch der deutsche Schuldkomplex bemüht!
Ich dachte, wie krank muß so ein Hirn sein, oder wie oft wurde er im Kindergarten wohl verprügelt, daß so eine die Realitäten leugnende Persönlichkeit daraus werden kann?
Dieser arme Ignorant kannte beim Reden weder Punkt noch Komma und ließ sich auch von der Moderatorin nicht bremsen!
Typischer überheblicher, arroganter, realitätsfremder grüner Oberlehrer.
Leute, wer sowas wählt, ist wirklich verantwortungslos.
Das muß man jedem mit dem man ins Gespräch kommt klar machen, was die "Grünen" und ihr Gedankengut wirklich sind. Es gibt viele Leute welche die Grünen nur als Naturschutz und Anti Atomkraft Partei begreifen und diese deshalb wählen!

Fehlkonstruktion-Euro

14.05.2011, 00:18 Uhr

Die europäische Währungsunion ist gescheitert, nur will es keiner der verantwortlichen EUromantikern zugeben.
Viele Fachleute haben schon vor der Euro Einführung gewarnt.
Der Fehler ist die Einheitswährung Euro selber!
Eine einheitliche Währung für Volkswirtschaften mit so unterschiedlicher Produktivität, Ausrichtung, Leistungs- fähigkeit und bereitschaft ist ökonomisch gröbster Unsinn.
Eine Währung hat die wichtige Funktion, Ungleichgewichte in den Außenbilanzen zwischen einzelnen Volkswirtschaften auszugleichen. Der Euro vernichtet dieses Basiselement. Deshalb muß die Anpassung über die Realwirtschaft, sprich Löhne und Preise, erfolgen. Die Folge sind Rezession, wegbrechen der Staatseinahmen, abhängigkeit der schwächeren Ländern von permanenten! Transferleistungen.
Die EU Diktaturwährung TEuro, versklavt die freien Völker Europas, indem sie die einen zu Almosenempfängern degradiert und die anderen ausplündert.
Der Euro ist ein frankensteinsches Monstrum, welches nur durch die Politik und unvorstellbare Mengen an Subventionen, siehe ESM, künstlich am Leben erhalten wird.
Und dies alles zu Lasten des Steuerzahlers!
Ein freies und gesundes Europa und auch Deutschland braucht keine Währungsunion!!
Die Verletzung geltenden Rechts mit dem Bruch des Lissabon Vertrages gegen das "No Bail Out" Gesetz Art. 125 AEUV (früher Art. 103 EG) zeigt das wahre Gesicht der EU, die Recht beugt und Gesetze bricht und ändert wie es für sie gerade zweckmäßig ist.
Über die mafiösen Strukturen innerhalb der EU die Korruption möglich machen (z. B. Ex-Ösi Bundeskanzler Wolfgang Schüssel ! und andere bereits überführte und zurückgetretene ** Verbrecher) wollen wir hier erst gar nicht reden.
Die EU ist eine despotische, undemokratische, ja diktatorische Organisationen; ohne jegliche demokratische Legitimierung der Bürger welche von dieser zur Erreichung eigenster Interessen ausgebeutet werden. Der Rettungsschirm ist Augenwischerei, er hilft den Ländern leider nicht wie man sieht!

34778

14.05.2011, 09:26 Uhr

Träumt weiter. K.M.K.

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