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10.06.2012

14:13 Uhr

Euro-Krise

„So kann die Währungsunion nicht funktionieren“

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnt vor einem Weiter so in der Euro-Zone. Die Währungsgemeinschaft müsse sich entscheiden für Fiskalunion oder Eigenverantwortung der Nationen.

Bundesbankpräsident Jens Weidmann fordert Klarheit über den Umfang Fiskalunion. dpa

Bundesbankpräsident Jens Weidmann fordert Klarheit über den Umfang Fiskalunion.

BerlinBundesbank-Präsident Jens Weidmann hat grundlegende Reformen in der Haushaltspolitik der Euro-Länder als unabdingbar für das Fortbestehen der Eurozone angemahnt. "So, wie es im Moment läuft, kann die Währungsunion nicht nachhaltig funktionieren", sagte er der Zeitung "Welt am Sonntag". Um schlimme Turbulenzen zu verhindern, sei Klarheit notwendig, "ob wir nun den Weg zu einer Fiskalunion gehen wollen oder ob wir weiterhin auf eigenverantwortliche nationale Haushaltspolitik setzen". Dann aber müsse die gemeinschaftliche Haftung begrenzt werden, forderte der Bundesbank-Chef. Nach einem "Spiegel"-Bericht haben EU und EZB erste Pläne für eine echte Fiskalunion skizziert. Danach sollen die Euro-Staaten keine Schulden mehr ohne Zustimmung der gesamten Eurogruppe aufnehmen können.

Weidmann warnte vor den Folgen eines Auseinanderbrechens der der Eurozone. Ein Zerfall der Währungsunion wäre mit unvorhersehbaren extrem hohen Kosten und Risiken verbunden. Andererseits dürfe sich Deutschland bei den Bemühungen um den Zusammenhalt der Eurozone nicht erpressbar machen und Haftung ohne Kontrolle versprechen. "Denn das würde die Stabilitätsgrundlagen der Währungsunion aushöhlen", sagte Weidmann.

Kommentare (26)

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Account gelöscht!

10.06.2012, 14:26 Uhr

Eine Fiskalunion wird am Ende daran scheitern, dass die weitgehende Abgabe von Kompetenzen nach Brüssel von den Bevölkerungen der europäischen Länder nicht gewollt ist und nicht demokratisch legetimiert ist.

Account gelöscht!

10.06.2012, 14:27 Uhr

Die Haftungsunion ist ja klasse aber mit einer Mehrheit von Defizitländern dürfte klar sein, wo die Reise hingeht. Sogar mit einer Minderheit von Defizitländern dürfte klar sein, wo die Reise hingeht: In Nazi-Schmierereien und Deutschland-Hassparolen, die Defizit-Bürger werden die Schuld überall suchen, nur nicht bei sich selber. Die Politiker werden Amok laufen und jede Regel, jedes Gesetz solange versuchen zu ändern, bis das passiert, was noch mit jedem Gesetz im Rahmen der Währungsunion geschehen ist. Es wird gebrochen werden. Macht das nicht. Zurück zu Eigenverantwortung, Selbsthaftung und einer Konkurs- und Austrittsregelung für gescheiterte Staaten.

nanoflo

10.06.2012, 14:37 Uhr

Ich denke eher die anderen Bürger sollten aufpassen das Deutschland sie nicht zum Teufel jagt wenn wir immer für alles aufkommen sollen.
Das kann nicht funktionieren.
Entbehrt auch jeder Grundlage von Sozialstaat.
Dann will ich ab jetzt keine Steuern und Sozialabgaben mehr bezahlen.

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