Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.05.2011

13:28 Uhr

Euro-Länder

EZB will Inflation wieder senken

Die EZB will die geplante Inflationshöhe mit allen Mitteln erreichen. Dazu gehört unter anderem auch eine Sperre von Lohnerhöhungen. Vor allem Direktoriumsmitglied Lorenzo Bini Smaghi setzt sich für das Ziel ein.

Passanten gehen am Euro-Symbol vor der Zentrale der Europäischen Zentralbank vorbei. Quelle: dpa

Passanten gehen am Euro-Symbol vor der Zentrale der Europäischen Zentralbank vorbei.

WienDie Europäische Zentralbank (EZB) wird laut Direktoriumsmitglied Lorenzo Bini Smaghi alles tun, um die Inflation mittelfristig wieder auf die Zielmarke von zwei Prozent zu senken. „Wir beabsichtigen, alle Mittel einzusetzen, die wir brauchen“, sagte Bini Smaghi am Dienstag dem österreichischen Radio „Ö1“ in einem vorab veröffentlichten Interview. „Natürlich ist das ein mittelfristiges Ziel, daher dürfen wir nicht überreagieren, aber wir haben unsere Politik im April geändert und wir werden alles tun, was erforderlich ist, um (unser) Inflationsziel zu erreichen.“ Die EZB wird demnach streng darauf achten, dass die Inflation nicht durch Lohnerhöhungen wegen steigender Nahrungsmittel- und Ölpreise zusätzlich angekurbelt wird. Wann das Inflationsziel wieder erreicht werden könne, sei nicht absehbar, sagte Bini Smaghi.

Im April hatten die Währungshüter den Zins zum ersten Mal seit zwei Jahren angehoben, auf nun 1,25 Prozent. Die Inflation in der Eurozone erreichte in dem Monat 2,8 Prozent. Wegen der anhaltenden Preissteigerungen wird erwartet, dass die EZB bereits im Juli den Leitzins weiter auf 1,5 Prozent erhöht.

Das hochverschuldete Griechenland forderte der EZB-Banker auf, sich strikt an die mit EU und IWF ausgehandelten Sparvorgaben zu halten. Auf die Frage, ob eine Umschuldung des Euro-Landes unvermeidbar sei, sagte er: „Nichts ist unvermeidbar.“ Es sei aber ein marktwirtschaftlicher Grundsatz, Schulden zurückzuzahlen. Sollten die Griechen das nicht tun, werde das die Probleme nicht lösen, sondern nur schlimmer machen.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Martina

24.05.2011, 16:06 Uhr

Ich lach mich weg, steigende Nahrungsmittel- und Ölpreise - kein Problem. Aber Lohnerhöhungen als Ausgleich darf es nicht geben. Jetzt sollte auch der Letzte verstehen, was hier gespielt wird.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×