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31.01.2017

11:21 Uhr

Euro-Zone

Arbeitslosenquote auf tiefstem Stand seit Mai 2009

Die Arbeitslosenquote in der Euro-Zone ist so niedrig wie seit fast acht Jahren nicht mehr. Die niedrigste Quote unter den Staaten der Währungsunion weist Deutschland aus, die rote Laterne hält Griechenland.

ie niedrigste Erwerbslosenquote unter allen Staaten der Währungsunion wies Deutschland aus. dpa

Baustelle in Stuttgart

ie niedrigste Erwerbslosenquote unter allen Staaten der Währungsunion wies Deutschland aus.

Brüssel/Berlin/LuxemburgDie Arbeitslosenquote in der Euro-Zone ist im Dezember auf den tiefsten Stand seit Mai 2009 gefallen. Sie sank im Dezember um einen Tick auf 9,6 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat am Dienstag in Brüssel mitteilte. Volkswirte hatten hingegen mit einer Quote von 9,8 Prozent gerechnet. Gegenüber dem Vormonat verringerte sich die Zahl der Erwerbslosen damit um 121.000 auf 15,571 Millionen. im Vergleich zum Vorjahresmonat hat sich die Zahl der Arbeitslosen in den Staaten der Währungsgemeinschaft sogar um 1,256 Millionen Menschen verringert.

Die niedrigste Erwerbslosenquote unter allen Staaten der Währungsunion wies Deutschland aus: Sie lag im Dezember bei 3,9 Prozent. Die rote Laterne hält Griechenland mit 23 Prozent – nach den jüngsten vorliegenden Daten vom Oktober. Die stärksten Rückgänge verzeichnen Spanien und Portugal. In Spanien sank die Quote von 20,7 Prozent im Vormonat auf 18,4 Prozent im Dezember, in Portugal fiel sie von 12,2 auf 10,2 Prozent. In Spanien ist auch die Jugendarbeitslosigkeit weiter ein großes Problem: 42,9 Prozent der Spanier unter 25 Jahren sind nicht in Lohn und Brot. Auch in Frankreich, wo dieses Jahr ein neuer Präsident gewählt wird, sind mehr als 26 Prozent der jungen Bevölkerung ohne Job. In Deutschland liegt diese Quote bei nur 6,5 Prozent – der niedrigste Wert im Währungsraum.

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Die Preise innerhalb der Euro-Zone sind im Januar dieses Jahres um 1,8 Prozent gestiegen – so stark wie seit vier Jahren nicht mehr. Analysten hatten mit einer geringeren Teuerung gerechnet.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Euro-Zone legte von Oktober bis Dezember zum Vorquartal um 0,5 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Plus in dieser Größenordnung gerechnet. Im Sommer hatte es noch einen Zuwachs von 0,4 Prozent gegeben.

Im Gesamtjahr stieg das BIP um 1,7 Prozent. Damit wirken die Konjunkturstützen durch die Europäische Zentralbank in Form von Nullzinsen und Anleihekäufen immer mehr, auch die Teuerung kommt wieder deutlich näher an das Inflationsziel der EZB heran.

Selbst in den USA stieg das BIP 2016 nur auf 1,6 Prozent – das niedrigste Plus seit fünf Jahren. Deutschland als größte Volkswirtschaft der Euro-Zone schaffte vergangenes Jahr ein Wachstum von 1,9 Prozent, vor allem dank des kräftigen Konsums. Frankreich schnitt weit unterdurchschnittlich mit 1,1 Prozent ab.

Kommentare (1)

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Herr Michael Müller

31.01.2017, 11:44 Uhr

Schlichtweg Propaganda mit statistisch schöngerechneten Zahlen als Vorbereitung für die Bundstagswahl...

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