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27.02.2014

13:00 Uhr

Euro-Zone

Geschäftsklima hellt sich weiterhin auf

Das Geschäftsklima in der Euro-Zone bleibt auch weiterhin aufgehellt. Im Februar ging es unter anderem in der Industrie und im Einzelhandel bergauf. Einen Aufschwung traue die EU-Kommission der Euro-Zone deshalb zu.

Die Kauflaune der Verbraucher nahm trotz des aufhellenden Geschäftsklimas in der Euro-Zone in vielen Ländern ab. dpa

Die Kauflaune der Verbraucher nahm trotz des aufhellenden Geschäftsklimas in der Euro-Zone in vielen Ländern ab.

Brüssel/BerlinDas Geschäftsklima in der Euro-Zone hat sich im Februar den zehnten Monat in Folge aufgehellt. Das entsprechende Barometer stieg überraschend um 0,2 auf 101,2 Punkte, wie die EU-Kommission am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten einen unveränderten Wert erwartet. Sowohl in der Industrie als auch in der Bauwirtschaft, im Einzelhandel und bei den Dienstleistern ging es bergauf. Die Kauflaune der Verbraucher nahm dagegen wegen der hohen Arbeitslosigkeit in vielen Euro-Ländern ab.

In den fünf größten Volkswirtschaften fiel die Entwicklung unterschiedlich aus: In Deutschland, Italien und den Niederlanden besserte sich die Stimmung, in Spanien blieb sie stabil, während sie sich in Frankreich eintrübte.

Konjunkturaussichten für die Euro-Länder

Spanien

Spanien könnte 2014 wieder um ein Prozent wachsen. Die Arbeitslosigkeit soll jedoch mit 25,7 Prozent hoch bleiben. Das Haushaltsdefizit wird auf 5,8 Prozent der Wirtschaftsleistung geschätzt.

Frankreich

Frankreichs Wachstum dürfte 2014 mit 1,0 Prozent unter dem Durchschnitt der Euro-Zone bleiben. Die Arbeitslosigkeit soll auf elf Prozent steigen.

Griechenland

Die griechische Wirtschaft soll 2014 erstmals seit sechs Jahren wieder um 0,6 Prozent wachsen. Trotz der erwarteten Besserung dürfte die Arbeitslosigkeit mit 26 Prozent vergleichsweise hoch bleiben. Bei der Verschuldung werden 177 Prozent der Wirtschaftsleistung erwartet.

Italien

Italiens Wirtschaft soll 2014 um 0,6 Prozent wachsen. Die Arbeitslosigkeit dürfte hingegen auf einen Rekord von 12,6 Prozent klettern. Der Schuldenstand bleibt hartnäckig hoch: 2015 soll er mit 132,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts leicht unter dem diesjährigen Niveau liegen.

Zypern

Um 4,8 Prozent soll das Bruttoinlandsprodukt einbrechen. Die Arbeitslosigkeit dürfte auf den Rekordwert von 19,2 Prozent steigen.

Portugal

Für Portugal erwartet die EU-Kommission 2014 ein Wachstum von 0,8 Prozent. 2015 soll die Arbeitslosenquote mit 16,5 Prozent einen Tick unter den diesjährigen Wert fallen. Der Schuldenstand dürfte nach dem Rekordwert von 129,4 Prozent im vorigen Jahr bis 2015 wieder auf 125,8 Prozent zurückgehen.

Irland

Irlands Wirtschaft dürfte 2014 mit 1,8 Prozent deutlich stärker wachsen als der gesamte Währungsraum. Bis 2015 soll die Arbeitslosenquote auf 11,2 Prozent fallen, nachdem sie 2013 noch bei 13,1 Prozent lag. Das Defizit soll 2015 auf 4,3 Prozent sinken.

Quelle

EU-Kommission

Die EU-Kommission traut der Euro-Zone nach zwei Rezessionsjahren einen Aufschwung zu. Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr um 1,2 und 2015 um 1,8 Prozent wachsen, heißt es in der jüngsten Winterprognose. „Die Konjunktur in Europa fasst nun Tritt“, so Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

27.02.2014, 13:21 Uhr

Klar doch, wer haette was anderes vermutet, nachdem vor einer Viertelstunde, eine im Grunde verheerende Meldung ueber den Zustand der EU, sicher aus versehen, herausgegeben wurde von diesem Kaeseblatt! Nun muss korrigiert werden, hat wohl jemand das "Missgeschick" gemerkt!
Das hier ist das Ergebnis einer telefonisch unverbindlichen Befragung einiger Weniger und die Fragen werden auch noch suggestiv gestellt, was soll da anders herauskommen?
Es ist schon zum Kot.en, wie hier Journalismus betrieben wird! Mal sehen, wie lange sich hier noch jemand tummelt um verarscht zu werden?
Wird sicher wieder der Zensur zum Opfer fallen, dieser Kommentar!

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