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03.11.2014

10:57 Uhr

Euro-Zone in der Krise

Schwäche der Nachbarn belastet deutsche Wirtschaft

Die deutsche Industrie wächst wieder. Dank besserer Nachfrage aus den USA steigen die Exporte. Doch die Schwäche der europäischen Nachbarländer hinterlässt deutliche Spuren.

Container im Hamburger Hafen: Die Nachfrage bleibt verhalten. dpa

Container im Hamburger Hafen: Die Nachfrage bleibt verhalten.

BerlinDer Einkaufsmanagerindex kletterte im Oktober um 1,5 auf 51,4 Punkte, wie das Markit-Institut am Montag zu seiner Umfrage unter Hunderten Unternehmen mitteilte. Das Barometer liegt damit wieder über der Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum signalisiert. Die Firmen fuhren ihre Produktion nach oben und stockten ihre Belegschaften so kräftig auf wie seit fast drei Jahren nicht mehr. „Das nährt zugleich die Hoffnung, dass sich das Wirtschaftswachstum auch in den kommenden Monaten fortsetzen könnte“, sagte Markit-Ökonom Oliver Kolodseike.

Allerdings gibt es nicht nur Licht, sondern auch viel Schatten. „Das Neugeschäft hat angesichts der Russland-Sanktionen und der generell verlangsamten Wirtschaftsentwicklung den zweiten Monat in Folge abgenommen“, sagte Kolodseike. „Besorgniserregend ist, dass der Rückgang hauptsächlich auf eine schwindende Binnennachfrage zurückzuführen war.“ Bei den Exportaufträgen wurde hingegen auch dank der anziehenden Nachfrage aus den USA ein Zuwachs erreicht.

Die deutsche Wirtschaft macht derzeit eine Schwächephase durch – vor allem wegen der Flaute in der Euro-Zone und internationalen Krise wie der in der Ukraine. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte von Juli bis September lediglich um 0,1 Prozent zum Vorquartal gestiegen sein, so die Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Eine erste offizielle Schätzung für das dritte Quartal veröffentlicht das Statistische Bundesamt am 14. November.

In der Euro-Zone wächst die Industrie wegen der Schwäche in Frankreich und Italien nur langsam. Der Einkaufsmanagerindex kletterte im Oktober zwar um 0,3 auf 50,6 Punkte, wie Markit mitteilte. Das Barometer hielt sich aber nur knapp über der Marke von 50 Zählern, ab der es ein Wachstum anzeigt. „Die Unternehmen haben Schwierigkeiten, nach dem Mitte des Jahres erlittenen Dynamikverlust wieder in Schwung zu kommen“, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson.

Eine durchgreifende Besserung deutet sich derzeit nicht an. „Die Nachfrage bleibt angesichts der schwachen Binnenmärkte weiterhin verhalten, das Exportwachstum geht derzeit zurück und anhaltende wirtschaftliche Unsicherheiten belasten die Konjunkturentwicklung“, sagte Williamson. Auch die Kluft zwischen den einzelnen Ländern gebe weiterhin Anlass zur Sorge. „Kräftige Zuwächse in Irland, den Niederlanden und Spanien stehen in starkem Kontrast zu den Rückgängen in Italien, Griechenland, Frankreich und Österreich“, sagte der Chefökonom.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Helmut Paulsen

03.11.2014, 11:37 Uhr

"Wegen des "Spardiktats" laufe die Bundespolizei Gefahr, ihre gesetzlichen Aufgaben nicht mehr erfüllen zu können, mahnte Jörg Radek, GdP-Vize und Vorsitzender des Bezirks Bundespolizei. Am Dienstag soll gegen Bundesinnenminister Thomas de Maizière demonstriert werden. ..."

http://www.tagesspiegel.de/politik/wegen-des-spardiktats-bundespolizei-will-in-berlin-gegen-de-maiziere-demonstrieren/10921186.html

Wir brauchen ein starkes deutsches FBI und eine Polizei, die nicht unterbesetzt und unterbezahlt ist und nur als "Bußgeld-Eintreiber" fungiert. Was soll die Masseneinwanderung nach Deutschland ? Das wollen nur Alt-Parteien um Deutschland im Kern zu zerstören und auszuplündern ! HINTERHÄLTIG und EID-BRUCH "Alles für das Wohl der Deutschen" zu tun.

De Maizaire wickelt die Polizei ab damit der Bürger ungeschützt gegenüber der Bedrohung durch Kriminalität und Massenansturm aus Nordafrika und Naher Osten dasteht.

Kommt zur Demo nach Berlin - für innere Sicherheit - gegen Überschwämmung von Deutschland durch sogenannte Flüchtlinge !! MEHR POLIZEI auf Streife und zum Schutz der Bürger !

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