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14.03.2012

12:36 Uhr

Euro-Zone

Inflation bleibt hartnäckig hoch

Die Inflation in der Euro-Zone bleibt weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Teuerungsrate lag im Februar bei durchschnittlich 2,7 Prozent. Grund sind gestiegene Ölpreise und Anhebungen der Mehrwertsteuer.

Gestiegene Ölpreise halten die Inflation in der Euro-Zone auf hohem Niveau. dpa

Gestiegene Ölpreise halten die Inflation in der Euro-Zone auf hohem Niveau.

BrüsselTeures Heizen und Tanken hält die Inflation in der Euro-Zone auf hohem Niveau. Waren und Dienstleistungen kosteten im Februar durchschnittlich 2,7 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Schon in den beiden Vormonaten lag die Teuerungsrate auf diesem Niveau. Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht stabile Preise bei Werten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet.

Diese Zielmarke wird in diesem Jahr voraussichtlich wieder verfehlt. Die EZB rechnet jetzt mit einer Inflationsrate von 2,1 bis 2,7 Prozent, nachdem sie im Dezember noch einen Rückgang bis auf 1,5 Prozent vorausgesagt hatte. „Es bestehen weiter Aufwärtsrisiken“, räumte EZB-Präsident Mario Draghi ein.

Wegen der Iran-Krise kostete Öl - in Euro gerechnet - in den vergangenen Wochen so viel wie noch nie. Viele Länder haben zudem im Kampf gegen die Schuldenkrise die Mehrwertsteuer angehoben, was Waren und Dienstleistungen ebenfalls verteuert.

Energie kostete 9,5 Prozent mehr als im Februar 2011. Alkohol und Tabak verteuerten sich um 4,1 Prozent, Nahrungsmittel um 3,1 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat zogen die Preise um durchschnittlich 0,5 Prozent an.

Von

rtr

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

14.03.2012, 13:41 Uhr

Wirtschaftssweiser Bofinger hat doch gerade eben in diesem Blatt gesagt, dass es keine Inflationsgefahr gibt!
Also, er wird es als "Fachmann" für solche Fragen doch wohl wissen.
Wir bilden uns die hohen Preise und die verloren gegangene Kaufkraft nur ein!- Ist doch wohl klar!!!!

Thomas-Melber-Stuttgart

14.03.2012, 14:00 Uhr

Na ja, Gefahr in Bezug auf eine Erhöhung, nicht in Bezug auf das aktuelle Niveau.

denk.mal

14.03.2012, 14:03 Uhr

Ja, die Inflation.

Herr Draghi weiß genau, dass er die gar nicht allein regeln kann. Wenn die EZB den Geldhahn zudreht während Energiepreise steigen, wird nämlich die Wirtschaft abgewürgt.

Herr Bofinger weiß das nicht, weil er gelernt hat, dass die Teuerung von der Geldmenge und dessen Umlaufgeschwindigkeit versus realer Wirtschaftsleistung abhängt. Dass das nur für geschlossene Systeme gilt und für die Eurozone im Kontext des Weltwährungsgefüges gesehen werden muss, ist ihm sicher zu kompliziert.

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