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17.01.2008

19:48 Uhr

Euro-Zone

Überschuss im Außenhandel schmilzt

Der Überschuss in der Handelsbilanz der Euro-Zone hat sich im November 2007 weiter verringert. Nach neuen Zahlen des Statistikamtes Eurostat überstiegen die Ausfuhren in die übrigen Länder der Europäischen Union und der Welt die Einfuhren von dort saisonbereinigt nur um 2,7 Milliarden Euro. Im Oktober waren es noch drei, im August sogar fast vier Milliarden Euro.

ari DÜSSELDORF. Im Jahresvergleich halbierte sich der Exportüberschuss auf 2,6 Mrd. Euro. Anders als in den Monaten zuvor stiegen die Einfuhren stärker als die Ausfuhren. Dennoch wird die Euro-Zone im Gesamtjahr einen deutlichen Exportüberschuss erzielt haben. Bis November beläuft sich das Plus laut Eurostat auf 31,6 Mrd. Euro gegenüber einem Defizit von fast 15 Mrd. Euro in der entsprechenden Vorjahreszeit.

Ökonomen sehen bei der jüngsten Entwicklung einen Zusammenhang mit der Euro-Aufwertung und der Konjunkturabschwächung in den USA. Hinweise darauf liefert auch die Statistik über die wichtigsten Handelspartner, die bis Oktober reicht. In die USA exportierte die Euro-Zone demnach seit Jahresbeginn im Vergleich zur Vorjahreszeit ein Prozent weniger Waren. Die Importe aus den USA stiegen gleichzeitig um ein Prozent – der Handelsbilanzüberschuss aus Sicht der Euro-Zone verringert sich deshalb um fast drei Mrd. auf 54,7 Mrd. Euro.

Stark belebt hat sich dagegen der Außenhandel mit China: Die Exporte der Euro-Zone kletterten von Januar bis Oktober um 13 Prozent, die Importe gar um 20 Prozent. Das Handelsdefizit mit China wuchs deshalb um 18 Mrd. auf 91 Mrd. Euro.

Exportschlager in den ersten zehn Monaten waren Maschinen und Fahrzeuge. Sie stiegen um acht Prozent, die entsprechenden Importe dagegen nur um zwei Prozent. Der Überschuss mit dieser Produktgruppe nahm im Jahresvergleich daher um 33 Mrd. auf fast 156 Mrd. Euro zu. Gleichzeitig importierte die Wirtschaft des Euro-Raums wertmäßig acht Prozent weniger Energieprodukte, benötigte aber 13 Prozent mehr Rohstoffe aus der übrigen Welt.

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