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23.10.2014

13:03 Uhr

Euro-Zone

Wirtschaft zieht etwas an

Die Wirtschaft in der Euro-Zone wächst nur langsam, der zarte Aufschwung lässt dennoch nicht aufatmen. Ganz im Gegenteil: Die Währungsregion könnte vor einem erneuten Abschwung stehen. Die Risiken bleiben weiterhin.

EU-Flagge in Brüssel: Die Wirtschaft in der Euro-Zone hat leicht an fahrt aufgenommen. Doch die Risiken bleiben. dpa

EU-Flagge in Brüssel: Die Wirtschaft in der Euro-Zone hat leicht an fahrt aufgenommen. Doch die Risiken bleiben.

BerlinDie Wirtschaft in der Euro-Zone hat ihr Wachstum im Oktober leicht beschleunigt. Dennoch bleiben die Risiken für die Konjunktur im Währungsraum groß, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage unter rund 4000 Firmen hervorgeht. Der Markit-Einkaufsmanagerindex stieg zwar um 0,2 auf 52,2 Punkte und blieb damit über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Im Einzelnen zeigten die Daten aber, „dass die Währungsregion vor einem erneuten Abschwung stehen könnte“, warnte Markit-Chefökonom Chris Williamson. Denn das Neugeschäft stagniere nahezu, die Firmen bauten erstmals seit fast einem Jahr wieder Stellen ab und die Dienstleister blickten spürbar skeptischer in die Zukunft.

„Das Wachstum ist so kraftlos, dass sich immer mehr Unternehmen zu Entlassungen und Preisreduzierungen gezwungen sehen, um Kosten zu senken und die Umsätze anzukurbeln“, sagte Williamson. Die Wirtschaft in der Euro-Zone dürfte im abgelaufenen dritten Quartal um rund ein viertel Prozent gewachsen sein.

Konjunkturaussichten für die Euro-Länder

Spanien

Spanien könnte 2014 wieder um ein Prozent wachsen. Die Arbeitslosigkeit soll jedoch mit 25,7 Prozent hoch bleiben. Das Haushaltsdefizit wird auf 5,8 Prozent der Wirtschaftsleistung geschätzt.

Frankreich

Frankreichs Wachstum dürfte 2014 mit 1,0 Prozent unter dem Durchschnitt der Euro-Zone bleiben. Die Arbeitslosigkeit soll auf elf Prozent steigen.

Griechenland

Die griechische Wirtschaft soll 2014 erstmals seit sechs Jahren wieder um 0,6 Prozent wachsen. Trotz der erwarteten Besserung dürfte die Arbeitslosigkeit mit 26 Prozent vergleichsweise hoch bleiben. Bei der Verschuldung werden 177 Prozent der Wirtschaftsleistung erwartet.

Italien

Italiens Wirtschaft soll 2014 um 0,6 Prozent wachsen. Die Arbeitslosigkeit dürfte hingegen auf einen Rekord von 12,6 Prozent klettern. Der Schuldenstand bleibt hartnäckig hoch: 2015 soll er mit 132,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts leicht unter dem diesjährigen Niveau liegen.

Zypern

Um 4,8 Prozent soll das Bruttoinlandsprodukt einbrechen. Die Arbeitslosigkeit dürfte auf den Rekordwert von 19,2 Prozent steigen.

Portugal

Für Portugal erwartet die EU-Kommission 2014 ein Wachstum von 0,8 Prozent. 2015 soll die Arbeitslosenquote mit 16,5 Prozent einen Tick unter den diesjährigen Wert fallen. Der Schuldenstand dürfte nach dem Rekordwert von 129,4 Prozent im vorigen Jahr bis 2015 wieder auf 125,8 Prozent zurückgehen.

Irland

Irlands Wirtschaft dürfte 2014 mit 1,8 Prozent deutlich stärker wachsen als der gesamte Währungsraum. Bis 2015 soll die Arbeitslosenquote auf 11,2 Prozent fallen, nachdem sie 2013 noch bei 13,1 Prozent lag. Das Defizit soll 2015 auf 4,3 Prozent sinken.

Quelle

EU-Kommission

Von

rtr

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