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28.01.2010

11:49 Uhr

Euro-Zone

Wirtschaftsklima verbessert sich kräftig

Die Stimmung von Unternehmern und Verbrauchern in der Euro-Zone hat sich im Januar überraschend stark aufgehellt. Trotz der zehnten Verbesserung in Folge liegt der Indikator aber noch unter seinem langjährigen Durchschnitt.

Auch in der Industrie streigt das Vertrauen. Reuters

Auch in der Industrie streigt das Vertrauen.

HB BRÜSSEL. Das Barometer für das Wirtschaftsklima kletterte im Januar um 1,6 auf 95,7 Punkte, wie die EU-Kommission am Donnerstag mitteilte. Damit ist die Stimmung so gut wie seit Juni 2008 nicht mehr: Damals stand die Welt kurz vor dem Ausbruch der Wirtschaftskrise, die mit dem Zusammenbruch der US-Bank Lehman Brothers im September 2008 ihren Anfang nahm. Experten sehen die Daten als Signal, dass sich die konjunkturelle Erholung festigt. Allerdings hat sich das Tempo des Stimmungsaufschwungs abgeschwächt.

„Die Wirtschaftsklimadaten deuten daraufhin, dass sich ein eher moderates Jahreswachstum einstellen wird - mit durchwachsenen Zuwachsraten im ersten Halbjahr“, sagte Ökonomin Jennifer McKeown von Capital Economics. Bundesbankchef Axel Weber hatte die Wachstumsaussichten für die Euro-Zone jüngst auf 0,5 bis 1 Prozent in diesem Jahr veranschlagt. Dies sei keine „berauschende“ Zahl, jedoch eine klare Verbesserung gegenüber dem tiefen Konjunktureinbruch 2009, sagte das EZB-Ratsmitglied in einem Fernsehinterview.

Das erneut aufgehellte Wirtschaftsklima kann nach Einschätzung von Experten nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Abstand zwischen einer Spitzengruppe von erfolgreich aus der Krise herausgekommenen Staaten und einem Nachzüglerfeld größer wird. „Während sich Länder wie Frankreich, Italien und Deutschland beim Wirtschaftsklima wieder dem langjährigen Mittelwert annähern, hinken die „üblichen Verdächtigen' wie Spanien, Portugal und Griechenland klar hinterher“, sagte Carsten Brzeski von der Großbank ING.

Auch die Stimmung der italienischen Unternehmer hat sich zu Jahresbeginn verbessert und ist wieder so gut wie vor dem Ausbruch der Weltwirtschaftskrise. Wie die Forscher des Instituts ISAE in Rom mitteilten, legte der saisonbereinigte Index im Januar auf 83,2 Zähler von revidiert 82,4 Punkten im Vormonat zu.

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