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23.05.2012

13:18 Uhr

Eurokrise

Bundesbank setzt Athen unter Druck

Die Bundesbank setzt der Politik in Athen die Pistole auf die Brust: Wenn die nächste Regierung das vereinbarte Sparprogramm nicht einhalte, dürfe kein Geld mehr fließen. Die Folgen müsse Griechenland alleine schultern.

Griechische Flagge vor einer Statue der Götting Athena: Euro-Austritt nach eigenem Ermessen. dpa

Griechische Flagge vor einer Statue der Götting Athena: Euro-Austritt nach eigenem Ermessen.

FrankfurtDie Deutsche Bundesbank hat die Politik in Griechenland vor einer Abkehr vom vereinbarten Sparkurs gewarnt. „Die aktuelle Entwicklung in Griechenland ist in hohem Maße besorgniserregend“, schreibt die Notenbank in ihrem Monatsbericht, der am Mittwoch in Frankfurt veröffentlicht wurde. Vor den Neuwahlen in Hellas sieht die Bundesbank die Gefahr, dass die im Gegenzug zu den umfangreichen Hilfsprogrammen vereinbarten Reform- und Konsolidierungsmaßnahmen nicht umgesetzt werden könnten: „Hiermit wird die Fortführung der Hilfen aufs Spiel gesetzt. Griechenland hätte die damit verbundenen Folgen zu tragen.“

Auch für den Euro-Raum und Deutschland wären die Herausforderungen in diesem Fall zwar erheblich. Die Folgen wären aus Sicht der deutschen Währungshüter „bei vorsichtigem Krisenmanagement“ aber beherrschbar.

Hingegen warnt die Bundesbank davor, die Vereinbarungen spürbar aufzuweichen, wie das etwa Alexis Tsipras fordert, der Chef der erstarkten Linksradikalen in Athen. Damit würde das Vertrauen in Vereinbarungen und Verträge in der Währungsunion insgesamt beschädigt. Gleichzeitig würden die Anreize für eigenverantwortliche Reform- und Konsolidierungsmaßnahmen erheblich geschwächt.

Aus Sicht der Bundesbank sollten die Notenbanken im Euroraum ihre Hellas-Hilfen angesichts der unklaren politischen Verhältnisse in Athen nicht weiter ausbauen: „Das Eurosystem hat bei der umfangreichen Liquiditätsbereitstellung an Griechenland auf die Umsetzung der Programme vertraut und damit letztlich erhebliche Risiken übernommen. Angesichts der aktuellen Lage sollte es diese nicht mehr signifikant ausweiten.“

Kommentare (2)

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23.05.2012, 13:39 Uhr

Die Bankster ziehen die Waffe: "Entweder Du begehst Selbstmord oder wir lassen Dich verhungern".

Chris

23.05.2012, 14:08 Uhr

Sind wir doch mal ehrlich: Jeder Cent, welcher nach Griechenland fließt ist ein verlorener Cent, welchen wir Steuerzahler schultern dürfen. Wer glaubt den hier ernsthaft, dass Griechenland wieder auf einen grünen Zweig kommt? Welche Wirtschaftsleistung haben die denn?? Export von Oliven oder Feta???

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