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11.07.2011

11:11 Uhr

Eurokrise

Strukturelle Probleme gefährden Italiens Kreditwürdigkeit

VonDirk Heilmann

Eine neue Studie zeigt die strukturellen Probleme Italiens. Seit Jahren konsumiert das Land zu viel. Ähnlich geht es aber nicht nur Griechenland und Portugal - sondern auch Frankreich.

Ein Zwei Euro Stück zwischen Nudeln. Quelle: dpa

Ein Zwei Euro Stück zwischen Nudeln.

Italiens Wirtschaft hat erhebliche strukturelle Probleme, das belegt der Handelsblatt-CEP-Default Index. Der vom Freiburger Centrum für Europäische Politik (CEP) errechnete Index bildet die gesamtwirtschaftliche Finanzlage der Euro-Länder ab. Italiens Lage ist demnach bedrohlich - bedrohlicher sogar als die Spaniens. Italien leihe sich schon seit zwei Jahren mehr Kapital im Ausland, als es für Investitionen in die Erweiterung der Produktionskapazitäten ausgebe, warnt Lüder Gerken, Vorstandschef des Freiburger Centrums für Europäische Politik (CEP).

Das war genau der Weg, der Griechenland und Portugal an den Rand der Staatspleite geführt hat. „Wenn sich in Italien nicht schnell etwas tut, gleitet das Land bereits 2011 in die Risikokategorie ab, in der sich Griechenland und Portugal befinden“, warnt Volkswirt Gerken.

Der Handelsblatt-CEP-Default-Index wird vom CEP errechnet wird, einem stiftungsfinanzierten Think Tank, der die Auswirkungen europäischer Politik erforscht. Der Index, der dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, bezieht nicht nur die Solidität der Staatsfinanzen, sondern auch die der Privatwirtschaft ein.

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Kommentare (12)

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Gleichmacherei

11.07.2011, 11:52 Uhr

Willkommen Transferunion!
In Deutschland haben wir ja auch den Länderfinanzausgleich als Beispiel für Transferleistungen. Und ist mittlerweile aus Bremen und dem Saarlang ein boomender Tigerstaat geworden? Nein!
Wir sollten die Ungleichheit in Deutschland und Europa akzeptieren und micht mit einer übertriebenen Gleichmacherei die Starken so lange schwächen bis sie unten angekommen sind. Das hilft niemandem!

Fragen_ueber_Fragen

11.07.2011, 11:59 Uhr

Den Normalverdienern in D fehlt duch die Eurowährung mittlewrweile 30-40% Realkaufkraft.
Das merkt jeder, der kein Geldscheisser ist, am eigenen Leib.
Überall wird nur noch geknausert.
Lasst uns dieses Eurodebakel endlich beenden.
Zurück zu einer EWG mit nationalen Währungen, welche je nach Wirtschaftskraft auf- und abwerten können.
Liebe Unternehmer, bezahlt endlich wieder faire Löhne und Gehälter, von denen eure Mitarbeiter auch konsumieren und leben können. Verzichtet zukünftig auf das Geschäftsmodell der Leiharbeit. In der Schweiz funktioniert es doch auch, warum ist ein faire Geteiligung deutscher Arbeitnehmer am erwirtschafteten Gesamterfolg nicht mehr möglich?
Seid ihr zu gierig oder gehts in der globalierten Welt nur noch über die Billigschiene? Wenn ja, warum muß ich dann trotzdem soviel Euros für Produkte „Made in China“ bezahlen? In welchem Geldbeutel landen die horrend hochen Gewinnmargen?

sailing

11.07.2011, 12:06 Uhr

solange Politiker die Finanzwirtschaftlichen Belange von Staaten regeln kann man diesem Chaos nicht entkommen.
Eine Alimentierung dieser Staaten ist langfrisitg gesehen der Untergang des Euros.
Diesen Staaten, entsprechend einer Firmeninsolvenz einen Konkursverwalter zu unterstellen, allerdings keinem mit juristischem sondern einem mit ökonomischen Sachverstand.
Dieser muß auch über die HH-politik des Landes bestimmen ,Durchsetzungsstark und transparent in seinen Handlungen sein (keine Weltbank, EZB oder sonstige defacto vom politischen Willen gesteuerte Institution). Es muß auch ein klares Austiegsszenarion geben. Damit würde man zumindest HH-Disziplin erreichen. Oder die entsprechendne Länder müssten die Eurozone verlassen auch dies würde zu HH-Disziplin führen.

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