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12.01.2004

14:10 Uhr

Europa springt in die Bresche

Exportimpulse aus den USA fehlen

Der Höhenflug des Euro gegenüber dem Dollar belastet die Ausfuhren in die weltgrößte Volkswirtschaft. Dafür zieht der Außenhandel mit den EU-Ländern deutlich an.

HB WIESBADEN. Im Oktober lag der Wert der Exporte in die Vereinigten Staaten mit 5,4 Mrd. € sogar um 14,3 % unter dem Vorjahresniveau. Für die ersten zehn Monate 2003 ergibt sich damit ein Rückgang um 9,7 % auf 52 Mrd. €, berichtete das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden.

Dagegen konnten die Ausfuhren in die EU-Staaten um 5,1 % auf 33,2 Mrd. € im Berichtsmonat zulegen. Für den Zeitraum Januar bis Oktober 2003 war damit eine Steigerung um 3,1 % auf 303,3 Mrd. € in die Länder der Europäischen Gemeinschaft möglich. Beim wichtigsten Handelspartner Frankreich übertrafen die Exporte im Oktober mit 6,4 Mrd. € den Vorjahreswert um 7,2 %. Für die ersten zehn Monate bedeutet dies ein Plus von 1,7 % auf 58,2 Mrd. €.

Besonders kräftig entwickelten sich die Lieferungen nach Großbritannien mit einem Zuwachs von 8,2 % auf 5,0 Mrd. €. Der drittwichtigste Handelspartner - hinter den USA - hat damit von Januar bis Oktober deutsche Waren im Wert von 46 Mrd. € importiert, 2,3 % mehr als 2002. Insgesamt waren die Exporte im Oktober mit 58,2 Mrd. € rund 1,3 % niedriger ausgefallen als ein Jahr zuvor.

Der Boom in China bleibt auch weiterhin ein Garant für steigende Ausfuhren, auch wenn das Plus im Oktober mit 15,5 % auf 5,4 Mrd. € geringer ausfiel als zuvor. In den ersten zehn Monaten steigerte die Volksrepublik ihre Bezüge aus Deutschland um fast 27 % auf 15,1 Mrd. €.

Somit bleibt der Export - auch für 2004 - die entscheidende Stütze der Konjunkturerholung in der Bundesrepublik. Die leichte Ausfuhrschwäche im Oktober konnte bereits im November wieder ausgebügelt werden. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zogen die Ausfuhren im November im Vergleich zum Vormonat saisonbereinigt um 4,1 % an.

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