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30.01.2015

13:35 Uhr

Europäische Union

Arbeitslosenquote fällt unter zehn Prozent

Erstmals seit drei Jahren ist die Arbeitslosenquote in der EU unter die symbolische Marke von zehn Prozent gefallen. Dennoch ist die Lage in mehreren südlichen EU-Staaten weiter dramatisch schlecht.

Eine EU-Fahne weht im Wind: Es gibt positive und negative Nachrichten für die EU-Staaten. dpa

Die Flagge der Europäischen Union

Eine EU-Fahne weht im Wind: Es gibt positive und negative Nachrichten für die EU-Staaten.

LuxemburgDie Arbeitslosenquote in der EU ist im Dezember erstmals seit mehr als drei Jahren unter die symbolisch wichtige Marke von zehn Prozent gefallen. Wie die Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte, waren in den 28 EU-Ländern 24,056 Millionen Menschen ohne Arbeit. Das waren 228.000 weniger als im November. Die Quote lag damit bei 9,9 Prozent. In den damals noch 18 Ländern der Eurozone verringerte sich die Zahl um 157.000 auf 18,129 Millionen Arbeitssuchende. Die Quote sank von 11,5 auf 11,4 Prozent.

Die niedrigste Arbeitslosenquote verzeichnete Deutschland mit 4,8 Prozent, gefolgt von Österreich mit 4,9 Prozent. Während in diesen Ländern praktisch Vollbeschäftigung herrscht, leiden mehrere südeuropäische Länder weiter unter Massenarbeitslosigkeit. In Griechenland war weiter ein Viertel der als erwerbsfähig Gemeldeten ohne Job (25,8 Prozent nach letzten vorliegenden Zahlen für Oktober). Auch in Spanien war die Lage weiter schwierig. Dort lag die Quote im Dezember bei 23,7 Prozent.

Zentrale Institutionen der Europäischen Union

Europäische Kommission

Damit ist der Verwaltungsapparat der EU und auch das Kollegium der Kommissare gemeint. Letzteres hat 28 Mitglieder, eins aus jedem EU-Land. Präsident ist der Portugiese José Manuel Barroso. Der Einfluss der mächtigen Brüsseler Behörde reicht bis tief in die Regionen der Länder. Mit ihren rund 25.000 Mitarbeitern sorgt sie dafür, dass europäisches Recht eingehalten wird. Nur die Kommission darf Gesetzentwürfe vorlegen. Als „Hüterin der Verträge“ kann sie Länder und Unternehmen, die gegen EU-Recht verstoßen, beim Europäischen Gerichtshof verklagen.

Europäisches Parlament

Es ist das einzige direkt gewählte Organ der Union. Im EP sitzen demnächst 751 Abgeordnete aus 28 Ländern, davon 96 aus Deutschland. Derzeit gibt es sieben Fraktionen, in denen etwa 160 nationale Parteien nach ihrer politischen Orientierung vertreten sind. Präsident ist der Sozialdemokrat Martin Schulz. Mit dem Vertrag von Lissabon erhielt das EP mehr Einfluss. Es tagt in Straßburg und Brüssel, die Verwaltung ist größtenteils in Luxemburg.

Rat der Europäischen Union

Dort vertreten die 28 EU-Staaten ihre Interessen. Er ist eines der wichtigsten Organe der Union, weil er gemeinsam mit dem Europaparlament Gesetze verabschiedet. In das auch EU-Rat oder Ministerrat genannte Gremium schicken die Länder je nach Thema ihre Fachminister. Es tagt in wechselnder Besetzung je nach seinen zehn thematischen Zuständigkeiten - von Allgemeinen Angelegenheiten über Umwelt bis Wettbewerbsfähigkeit. Der Vorsitz des EU-Rats wechselt alle sechs Monate zwischen den Mitgliedstaaten.

Europäischer Rat

Das ist die Zusammenkunft der Staats- und Regierungschefs aller EU-Länder, auch Gipfel genannt. Der Europäische Rat tagt mindestens zweimal, meist aber öfter im Jahr. Er hat zwar keine gesetzgeberische Kompetenz, legt aber die Leitlinien der europäischen Politik fest. Sein Präsident ist seit Dezember 2009 der Belgier Herman Van Rompuy, dessen zweite Amtszeit am 30. November 2014 endet.

Bei der Jugendarbeitslosigkeit waren diese Länder gleichfalls am stärksten betroffen. In Spanien und Griechenland hatten mehr als die Hälfte der Menschen unter 25 Jahren keine Job. In Kroatien waren es 44,8 Prozent (viertes Quartal) und in Italien 42 Prozent. Insgesamt ging die Arbeitslosenquote in 24 der 28 EU-Staaten zurück, wie Eurostat weiter mitteilte. Unverändert blieb sie in Belgien, angestiegen ist sie in Finnland, Frankreich und Italien.

Von

afp

Kommentare (2)

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Herr Peter Spiegel

30.01.2015, 16:36 Uhr

Die haben wohl eine neue Statistik entwickelt.

Account gelöscht!

30.01.2015, 19:18 Uhr

Erstmals seit drei Jahren ist die Arbeitslosenquote in der EU unter die symbolische Marke von zehn Prozent gefallen. Dennoch ist die Lage in mehreren südlichen EU-Staaten weiter dramatisch schlecht.

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Da wird die EZB mit seine Geldüberschwemmung nichts positives erreichen.

Europa hat die Möglichkeit erbracht dass man mit dem Personalausweis

innerhalb der EU überall hinreisen darf.

Europa hat den EURO als einzige gleiche Währung eingeführt.

Aber die EU ist unfähig einen EU-ARBEITSLOSEN-COMPUTER-SYSTEM zu

erschaffen wo sich alle EU-Arbeitslosen mit seine Zeugnisse vorstellen können

um dann von entsprechende Arbeitgeber gezielt angeworben zu werden ???

Die EU hat Massen-Arbeitslosigkeit und Massen-Obdachlosigkeit...

die betroffene sind mit der eigene Lage nicht zufrieden...

und den jeweiligen staaten kostet die Arbeitslosigkeit nicht nur Geld

sondern diese Menschen fehlen an dem Konsum und an der Gesellschaft.

Dabei wird in der EU so viel Geld verschwendet um irgend welche Politische Stellungen aufrecht zu erhalten die wirklich zweifelhaft sind ob man dafür

wirklich die EU-Steuergelder weiterhin verschwenden werden soll.

Aber der EU fällt nicht ein...

EINEN EU-GENERAL-ARBEITSMINISTER einzustellen die sich schneller um die Abschaffung der EU-Arbeitslosigkeit zu kümmern hätte ?

Und mit einem solchen EU weiten Computer-System würden so mancher Arbeitsloser mehr gedient werden weil dann es EU weit Transparenter wäre

um die erforderliche Fachkräfte schneller UND INNERHALB DER EU ZU FINDEN.





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