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12.09.2013

14:15 Uhr

Euroraum

Deutschland wird Wachstum 2014 vervierfachen

Die deutsche Wirtschaft ist auch im kommenden Jahr im Aufschwung - und legt an Tempo zu. Das prognostizieren Forscher des Instituts für Weltwirtschaft (IfW). Auch weniger Arbeitslose soll es 2014 geben.

Europas Währungshüter sind optimistisch: Nach EZB-Prognosen wird die Wirtschaft im Euroraum nur um 0,4 Prozent sinken. Für 2014 geht die Bank sogar von einem Wachstum aus. dpa

Europas Währungshüter sind optimistisch: Nach EZB-Prognosen wird die Wirtschaft im Euroraum nur um 0,4 Prozent sinken. Für 2014 geht die Bank sogar von einem Wachstum aus.

BerlinDer Aufschwung der deutschen Wirtschaft wird sich nach Einschätzung des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) weiter fortsetzen und im kommenden Jahr an Tempo gewinnen. Im laufenden Jahr erwarten die Kieler Forscher laut einer am Donnerstag veröffentlichten Prognose ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent. Zudem rechnen sie für 2014 mit einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,8 Prozent. Das IfW bestätigte damit seine Juni-Prognose. Im Zuge des Aufschwungs dürfte sich auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt verbessern.

Noch werde die deutsche Konjunktur von einer starken Binnenwirtschaft und einem kräftigen privaten Konsum gestützt. Im kommenden Jahr rechnen die Experten aber mit mehr Investitionen der Unternehmen. „Der Investitionsaufschwung wird als zweite Säule hinzukommen“, heißt es in der Mitteilung. Ende 2014 gehen die Forscher davon aus, dass die Produktionskapazitäten der deutschen Unternehmen „wieder annähernd normal ausgelastet sein werden“.

Im Zuge des Aufschwungs dürfte sich auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Während sie im laufenden Jahr noch mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenzahl von rund 2,93 Millionen rechnen, dürfte die Zahl im kommenden Jahr auf 2,88 Millionen sinken.

Die Folgen der EZB-Niedrigzinspolitik

Schulden steigen

Künstlich niedrig gehaltene Zinsen befördern die Schuldenwirtschaft, insbesondere die der Staaten und der Bankenindustrie.

Spekulationswellen

Künstlich tiefe Zinsen lösen (inflationäre) Spekulationswellen aus, führen zu „Boom-and-Bust“-Zyklen: überhitzte Situationen, in denen, wenn niemand mehr bereit ist, Kredite zu finanzieren, alles in sich zusammenbricht.

Fehlinvestitionen werden künstlich am Leben gehalten

Ein künstlich tief gehaltener Zins befördert, dass unprofitable Investitionsprojekte also Fehlinvestitionen aufrecht gehalten werden.

Verminderter Reformdruck auf Krisenländer

Werden die Zinsen künstlich abgesenkt, so verringert sich der Reformdruck auf Regierungen und Banken, ihre Haushalte beziehungsweise Bilanzen zu verbessern.

Positiv bewertet das Institut auch die Entwicklung der deutschen Staatsfinanzen. Während die Forscher für das laufende Jahr einen ausgeglichenen Bundeshaushalt prognostizieren, dürfte im kommenden Jahr ein Überschuss von 0,2 Prozent erreicht werden. Das Kieler Institut hat damit die Juni-Einschätzung zum Bundeshaushalt leicht angehoben.

Auch wegen der guten Aussichten in Deutsch trauen Europas Währungshüter der Wirtschaft im Euroraum eine schnellere Erholung zu. Der EZB-Rat sehe sich in seiner Erwartung „einer allmählichen konjunkturellen Erholung insgesamt bestätigt“, bekräftigte die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht.

Die Produktion dürfte im weiteren Jahresverlauf sowie im Jahr 2014 dank größerer Binnennachfrage anziehen. „Darüber hinaus dürfte die Konjunktur von einer allmählichen Zunahme der Auslandsnachfrage nach Exporten des Euroraums profitieren.“ Nach jüngsten EZB-Prognosen wird 2013 die Wirtschaft im Euroraum nur um 0,4 (bisher: 0,6) Prozent schrumpfen. Für 2014 geht die Notenbank von 1,0 (1,1) Prozent Wachstum aus.

Kommentare (12)

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Curley

12.09.2013, 11:19 Uhr

Was diese Lügner bisher schon alles prophezeit haben - und wie die Wirklichkeit aussieht !!! Und deren Lügen-Optimismus ist ungebrochen. Ja irgendwann wird die Wirtschaft wieder wachsen :-). Wenn sie um 30 % eingebrochen ist und dan um 1 % wächst, das würden diese Lügner dann als großen Wurf und tolle Politik feiern.

Nur ein Rechenbeispiel, um das mal zu verdeutlichen !!
100 % - dann minus 30 % = 70 %. Davon 1 % Wachstum = 70,7 %. Man befindet sich immer noch im Chaosniveau und die Euroideologen würden dann in alle Welt hinausschreien und sich selbst beweihräuchern unter dem Motto:" Seht her, die Rettungspolitik trägt Früchte, große Erfolge sind erzielt worden ...bla bla bla....
Man muss immer mal schauen, wo man wirtschaftlich herkommt - und das blenden diese Lügner vollkommen aus. Da spricht man dann von Wachstum und streut den Menschen eigentlich Sand in die Augen. Weg mit den Euroideologen von CDU, SPD, FDP und Grünen - weg mit der EU in Brüssel, wo 34.000 Beamte sitzen. Ein Verwaltungsmoloch, der Milliarden kostet und zu dem unliebsame Politiker "stillhalten"

HofmannM

12.09.2013, 11:32 Uhr

@Culey
Bei Griechenland ist ja auch schon ein Minus-Wachstum ein WACHSTUM.
Aufstehen für Deutschland und am 22.09.2013 AfD wählen. Damit endlich mal brügerliche Vernunft und Verstand in den Bundestag einzieht.
ZUM WOHLE DES DEUTSCHEN/EUOPÄISCHEN VOLK!
Danke!

Curley

12.09.2013, 11:34 Uhr

Zu dieser Überschrift hatte ich meinen Kommentar aber nicht geschrieben. Da hat die Redaktion nun offenbar die Headline (Überschrift) und auch den Text geändert.
Mein Kommentar bezog sich auf die Überschrift. Brüssel prophezeit dem Euroraum kräfties Wachstum oder so ähnlich !! Mein Kommentar bezog sich u.a. auch auf die nachfolgende Aussage ! Warum hat man nun die Überschrift und den Text geändert, so dass mein Kommentar nun nicht mher hierzu passt ??


Die Produktion dürfte im weiteren Jahresverlauf sowie im Jahr 2014 dank größerer Binnennachfrage anziehen.

„Darüber hinaus dürfte die Konjunktur von einer allmählichen Zunahme der Auslandsnachfrage nach Exporten des Euroraums profitieren.“ Nach jüngsten EZB-Prognosen wird 2013 die Wirtschaft im Euroraum nur um 0,4 (bisher: 0,6) Prozent schrumpfen. Für 2014 geht die Notenbank von 1,0 (1,1) Prozent Wachstum au

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