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09.01.2008

17:18 Uhr

Euroraum

Finanzkrise und Ölpreise trüben Konjunkturaussichten

Die Krise an den Finanzmärkten und der hohe Ölpreis bremsen die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone. Auch die hohe Inflationsrate sorge dafür, dass die Aussichten für den Aufschwung eher trüb seien, heißt es in der Konjunkturprognose des Münchner ifo-Instituts und anderer europäischer Wirtschaftsforschungsinstitute. Vor allem beim privaten Konsum dürfte es haken.

Wolken am Himmel: Die Aussichten für die Konjunktur trüben sich ein. Foto: dpa dpa

Wolken am Himmel: Die Aussichten für die Konjunktur trüben sich ein. Foto: dpa

HB MÜNCHEN. Es sei zu erwarten, dass die negativen Effekte der Finanzkrise, der hohen Energie- und Ölpreise sowie der starke Euro ihre volle Wirkung erst jetzt entfalteten. Für das vierte Quartal 2007 erwarten die Experten ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 0,5 Prozent, für das erste und zweite Quartal 2008 Wachstumsraten von jeweils 0,4. Zugleich rechnen sie mit nachlassenden Investitionsausgaben. Die Verlangsamung stelle nur eine vorübergehende Pause im Aufschwung dar, vorausgesetzt die genannten negativen Effekte verstärkten sich nicht, hieß es.

Die Inflationsrate sei im vierten Quartal 2007 auf 2,9 Prozent gestiegen, erklärten die Experten. Sie machten hohe Öl- und Energiepreise sowie die gestiegenen Weltmarktpreise für Lebensmittel dafür verantwortlich. Ihren Höhepunkt werde die Inflationsrate mit drei Prozent im ersten Quartal des laufenden Jahres erreichen, hieß es in der Prognose. Im darauf folgenden Quartal werde sie auf 2,8 Prozent zurückgehen. Voraussetzung sei, dass der Ölpreis sich zwischen 90 und 95 Dollar stabilisiere und der Wechselkurs bei 1,45 $ je Euro bleibe.

Für die kommenden Quartale sagten die Experten wegen der gestiegenen Lebensmittel- und Energiepreise einen nur mäßigen Anstieg des privaten Konsums voraus. Nach 0,5 Prozent im vierten Quartal 2007 werde er in den ersten beiden Quartalen 2008 um jeweils 0,4 Prozent steigen. Die Konjunkturprognose für den Euroraum entsteht in Zusammenarbeit der Wirtschaftsforschungsinstitute ifo in München, INSEE in Paris und ISAE in Rom.

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