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30.08.2012

10:23 Uhr

Export-Abhängigkeit

Deutsche Unternehmen sind Chinas Konjunktur ausgeliefert

VonDorit Marschall

Noch nie war Deutschlands Abhängigkeit vom asiatischen Markt so hoch. Ein großer Teil der Exporte geht ins Reich der Mitte. Deutsche Unternehmen trifft die Abkühlung der chinesischen Wirtschaft deshalb besonders stark.

Frühaufsteher am Flussufer in Shanghai. Die chinesische Stadt hat den größten Hafen der Welt. dpa

Frühaufsteher am Flussufer in Shanghai. Die chinesische Stadt hat den größten Hafen der Welt.

Frankfurt„China“, sagt der Vorsitzende der Heraeus-Geschäftsführung Frank Heinricht, „ist unser wichtigster Absatzmarkt, noch vor Deutschland und den USA.“ Damit ist der Hanauer Familienkonzern keine Ausnahme. China gewinnt für die deutsche Wirtschaft seit Jahren an Bedeutung. 2011 gingen 6,1 Prozent der Exporte nach China. Zehn Jahre zuvor waren es nicht mal zwei Prozent. Zwar sind die Geschäftsvolumina mit europäischen und amerikanischen Kunden immer noch größer. Aber der Trend ist eindeutig: Der chinesische Anteil an deutschen Exporten wächst, der europäische und amerikanische sinkt.

Der enorme Nachholbedarf der Chinesen wirkte in den vergangenen Jahren wie ein Konjunkturprogramm für die Weltwirtschaft. China hat nicht nur Deutschland als Exportweltmeister, sondern auch die USA als größten Produzenten von Industriegütern abgelöst. Ihr Anteil an der Weltproduktion betrug vor zwei Jahrzehnten laut dem Forschungsinstitut Prognos fünf Prozent - heute ist es ein Viertel. Und Chinas Anteil an den globalen Exporten ist in diesem Zeitraum von rund zwei auf zwölf Prozent gestiegen.

Zuletzt allerdings offenbarte der asiatische Wachstumsgigant auch Schwächen: Die chinesische Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal nur um 7,6 Prozent im Jahresvergleich - das klingt nach einer kräftigen Wachstumsrate, war aber die magerste seit drei Jahren. Zweistellige Zuwachsraten waren jahrelang Normalität.

Außerdem brechen jetzt auch die chinesischen Konjunkturindikatoren ein - und die Weltwirtschaft zittert. Auch für deutsche Exporteure bleibt die Schwächephase nicht ohne Folgen. Beispiel Heraeus: Während der Umsatz in China 2011 um 21 Prozent wuchs und das Reich der Mitte damit laut Heinricht "der mit Abstand dynamischste Markt" war, werde sich in diesem Jahr das Wachstum abschwächen.

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Über diese Phase hilft dem Mischkonzern seine starke Produktdifferenzierung: Heraeus beschäftigt in China rund 2 700 Mitarbeiter und ist in vier Bereichen aktiv: Edelmetall, Photovoltaik, Stahl und Glasfasern. "Während sich das Stahlgeschäft abschwächt und Zahlungsziele verschoben werden, profitieren wir davon, dass die Regierung Infrastrukturprojekte antreibt und Glasfasernetze für die Telekommunikation ausbauen lässt", sagt Heinricht. In anderen Bereichen seien die Infrastrukturprojekte aber ins Stocken geraten, weil die Regierung bewusst das Wachstum drossele.

Kommentare (1)

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China

30.08.2012, 10:32 Uhr

Ich finde auch, wir sollten hier endlich mal daran denken, wo unser Einkommen herkommt und uns entsprechend gesittet verhalten.

Eigentlich eine Schande, von den H4 und Rentnern, dass sie so hässlich über China reden, dabei kommt ein größter Teil ihrer bekommen Almosen aus dem Reich der Mitte / Asien.

Küss die Hand, die dich füttert.

Das weiß jeder Hund, aber unsere Sozial Schmarotzer werden das auch bald lernen. Wenn wir erst mal chinesische Verhältnisse hier haben, ist es vorbei mit lustig.

Ich freu mich drauf. jXjr1

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