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18.02.2004

08:29 Uhr

Export als Antriebsmotor

Japans Wirtschaft unerwartet stark gewachsen

Die japanische Wirtschaft ist im vergangenen Quartal dank kräftiger Exporte stärker als erwartet gewachsen. Wie die Regierung am Mittwoch bekannt gab, stieg die wirtschaftliche Leistung im dritten Quartal des bis 31. März laufenden Fiskaljahres um 1,7 Prozent zum Vorquartal.

dpa TOKIO. Die japanische Wirtschaft ist damit im vergangenen Quartal so stark gewachsen wie seit 13 Jahren nicht mehr. Der Anstieg ist deutlich höher ausgefallen als Analysten in Tokio erwartet hatten. Sie haben mit einem Anstieg von 1,1 % gerechnet. Dazu trugen der kräftige Exportmotor und hohe Firmeninvestitionen bei. Aber auch die Ausgaben der Verbraucher stiegen unerwartet deutlich an, was nach Ansicht von Experten darauf hindeuten könnte, dass sich das Exportwachstum nun auch auf die Binnenwirtschaft auszuwirken beginnt.

Japans wirtschaftliche Leistung legte im nunmehr vierten Quartal in Folge zu. Die Erholung der Binnenkonjunktur trete offensichtlich von einer anfangs instabilen Phase nunmehr in eine stabile Lage über, hieß es bei den Analysten des Nomura Research Institutes. Zu dem überraschend starken Wachstum trugen die Kapitalinvestitionen der Unternehmen kräftig zu 5,1 % im Vergleich zum Vorquartal bei. Das ist der stärkste Anstieg seit dem Schlussquartal 2000, als die Ausgaben der Unternehmen für Anlagen und Ausrüstungen um 7,3 % stiegen. Der private Verbrauch, der zu mehr als der Hälfte zur wirtschaftlichen Leistung des Landes beiträgt, stieg um 0,8 %.

Damit erhöhten sich die Verbraucherausgaben im vierten Quartal in Folge und zugleich so stark wie seit dem Quartal Juli bis September 2002 nicht mehr, als der Konsum um 1,3 % zulegte. Die Exporte erhöhten sich um 4,2 %, das stärkste Wachstum seit dem 7,0 %-Anstieg im Quartal April bis Juni des Jahres 2002. Bezogen auf das Kalendarjahr 2003 verzeichnete Japan nach Berechnung der Regierung erstmals seit zwei Jahren ein Positiv-Wachstum von 2,7 %. Die Wachstumsprognose der Regierung für das Fiskaljahr 2003 von real 2,0 % werde erreicht, selbst wenn die Wirtschaft im laufenden Schlussquartal um 3,4 % schrumpfen sollte, hieß es.

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