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24.04.2015

13:05 Uhr

Export

Frankreich bleibt wichtigster Handelspartner Deutschlands

Mit keinem anderen Land der Welt betreibt der Deutschland so einen regen Handel wie mit Nachbar Frankreich. Und während China als Absatzmarkt und Lieferland immer wichtiger wird, ist der Handel mit Russland 2014 eingebrochen.

Eine Mitarbeiterin in der Produktionshalle des Fahnen- und Flaggenherstellers Fahnenfleck in Pinneberg: Frankreich ist seit inzwischen 54 Jahren der wichtigste Empfänger deutscher Waren. dpa

Handelspartner Frankreich

Eine Mitarbeiterin in der Produktionshalle des Fahnen- und Flaggenherstellers Fahnenfleck in Pinneberg: Frankreich ist seit inzwischen 54 Jahren der wichtigste Empfänger deutscher Waren.

WiesbadenFrankreich hat seinen Platz als Deutschlands wichtigster Handelspartner ein weiteres Mal verteidigt. Das deutsch-französische Handelsvolumen (Exporte und Importe) stieg 2014 um 3,3 Prozent auf 169,4 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte.

Auf den Rängen zwei und drei folgten die Niederlande mit einem Warenverkehr von 161,3 Milliarden Euro (+1,2 Prozent) und China mit einem Außenhandelsumsatz von 154,0 Milliarden Euro (+8,9 Prozent). Damit setzt sich ein Trend fort: China gewinnt seit Jahren mit großen Zuwächsen im Handel an Boden gegenüber Frankreich, wie ein Experte des Bundesamtes bestätigte.

Dabei ist Frankreich seit inzwischen 54 Jahren der wichtigste Empfänger deutscher Waren. 2014 stiegen die deutschen Ausfuhren über den Rhein allerdings nur um 1,9 Prozent, während die Exporte ins Reich der Mitte um 11,3 Prozent kletterten.

Fünf Gründe für Deutschlands Aufschwung

Starker Konsum

Weil Sparen sich wegen der Mini-Zinsen nicht lohnt, tragen die Verbraucher ihr Geld in die Geschäfte oder reisen viel. Löhne und Gehälter steigen zudem weiter kräftig.

Billiges Öl

Der Rückgang der Rohölpreise um nahezu die Hälfte seit dem Sommer 2014 entlastet Unternehmen und Verbraucher. Dies wirkt wie ein kostenloses Konjunkturprogramm.

Schwacher Euro

Die Exporteure jubeln, weil der im Verhältnis zum US-Dollar extrem schwache Euro Ausfuhren außerhalb des Euroraums günstiger macht.

Boom in den USA

Die US-Wirtschaft brummt – und die Amerikaner schätzen Waren „made in Germany“, gerade Luxusautos und Maschinen.

Job-Motor

Auf dem Arbeitsmarkt jagt ein Beschäftigungsrekord den nächsten. Bald dürften über 43 Millionen Deutsche erwerbstätig sein – das gibt Sicherheit und stützt den Aufschwung.

Insgesamt konnte Deutschlands Exportwirtschaft 2014 ein Ausfuhrplus von 3,7 Prozent verbuchen. Dagegen brach der Handel mit Russland ein. Wegen der EU-Sanktionen im Zuge des Ukraine-Konflikts und der Konjunkturschwäche in Russland gingen die deutschen Ausfuhren dorthin um 18,1 Prozent zurück, die Einfuhren aus Russland sanken um 6,9 Prozent. Damit erreichte das Land in der Rangfolge der wichtigsten deutschen Handelspartner bei den Exporten Rang 13 nach Platz 11 im Vorjahr, bei den Importen fiel es vom siebten auf den zehnten Platz.

Von

dpa

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