Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.06.2011

11:41 Uhr

Exportstatistik

Türkei wird wichtiger für deutsche Exporteure

Die drei Schwellenländer Türkei, Russland und China sind die am schnellsten wachsenden Märkte für die deutschen Exporteure. Im ersten Quartal stiegen die Ausfuhren um bis zu 56 Prozent.

Exporte in die Türkei werden für die deutsche Wirtschaft wichtiger. Quelle: ap

Exporte in die Türkei werden für die deutsche Wirtschaft wichtiger.

BerlinAllein die Ausfuhren in die wirtschaftlich aufblühende Türkei stiegen im ersten Quartal um 56,3 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Die Exporte in das vom Rohstoffboom profitierende Russland legten um 42,6 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro zu. Die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft China kaufte Waren im Wert von 15,7 Milliarden Euro in Deutschland - ein Plus von 31,0 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode.

Insgesamt erhöhten sich die Exporte im Zeitraum von Januar bis März um 18,8 Prozent auf 260,8 Milliarden Euro. Damit sind die Unternehmen auf einem guten Weg, in diesem Jahr erstmals mehr als eine Billion Euro im Ausland zu erlösen.

Einen noch besseren Jahresauftakt verhinderte die Schuldenkrise in Europa. So brachen die Ausfuhren nach Griechenland, das auch wegen des harten Sparprogramms tief in der Rezession steckt, um 12,6 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro ein. Das Wachstum in Spanien fiel mit 6,6 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro unterdurchschnittlich aus. Auch die Nachfrage aus Portugal und Irland legte vergleichsweise schwach zu. Anders die weltgrößte Volkswirtschaft USA: Sie nahm Waren „made in Germany“ im Wert von 17,6 Milliarden Euro ab - ein Plus von einem Fünftel. Die Exporte nach Japan legten mit 15,5 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro unterdurchschnittlich zu, weil die Erdbeben- und Atomkatastrophe die Nachfrage gedämpft haben dürfte.

Trotz der Schuldenkrise bleiben die EU-Staaten aber der mit Abstand wichtigste deutsche Kunde: Mehr als 60 Prozent des Exportumsatzes wird in den 26 anderen EU-Ländern erlöst. Die Euro-Länder allein stehen für knapp 41 Prozent des Exportumsatzes.

 

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×