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26.01.2015

13:54 Uhr

Exportwachstum

Japans Wirtschaft meldet sich zurück

In Japan zogen die Exporte im Dezember um 12,9 Prozent an. Insbesondere die steigende Nachfrage aus den USA sorgt für einen Schub. Die Importe legen nur um 1,9 Prozent zu. In Japan besteht Hoffnung auf Erholung.

Die japanische Flagge im Hafen von Tokio: Japan ist nach Jahren der Krise wieder da. dpa

Die japanische Flagge im Hafen von Tokio: Japan ist nach Jahren der Krise wieder da.

TokioJapan hat seine Exporte deutlich gesteigert und befindet sich damit wirtschaftlich weiter auf dem Weg der Besserung. Die Ausfuhren zogen im Dezember zum Vorjahr um 12,9 Prozent an, wie das Finanzministerium am Montag mitteilte. Derart stark haben die Exporte in keinem anderen Monat des vorigen Jahres angezogen.

Insbesondere die kräftige Nachfrage aus den USA sorgte für Impulse. Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten legten um fast ein Viertel zu. Japan war im Sommer überraschend in die Rezession gerutscht, da sich die Verbraucher nach einer Mehrwertsteuer-Erhöhung im April 2014 mit Käufen zurückhielten.

Die Exporteure des Fernost-Landes spürten Ende vorigen Jahres auch auf dem wichtigen asiatischen Markt Rückenwind. Die Nachfrage nach Gütern „Made in Japan“ legte um 11,0 Prozent zu. Die Ausfuhren in die Europäische Union stiegen um immerhin 6,8 Prozent.

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Da die Importe im Sog des stark gefallenen Ölpreises im Dezember nur um 1,9 Prozent anzogen, häufte Japan ein Handelsdefizit in Höhe von 660,7 Milliarden Yen (etwa fünf Milliarden Euro) an. Experten hatten im Schnitt ein Exportwachstum von elf Prozent erwartet und einen Anstieg der Importe um 2,3 Prozent.

Ob der mittlerweile seit vier Monaten andauernde Exportboom auch 2015 anhält, ist fraglich: „Ich bezweifle wegen der zunehmend unsicheren Aussichten der Weltwirtschaft, dass die Ausfuhren noch weiter anziehen“, sagte der Chefökonom des Forschungsinstituts Norinchukin, Takeshi Minami. Der Internationale Währungsfonds hat jüngst seine Prognose für die globale Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent gesenkt. Der Grund: schwächere Aussichten in China, Russland, im Euro-Raum - und auch in Japan.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

26.01.2015, 15:34 Uhr

Zahlencluster zum Jahresende können falsche Erwartungen zeugen.
Japan ist in der Tat seit 2014 in der Rezession, gelegentliche Häufungen in der Statistik ändern daran kaum etwas.
Die Notenbank- und auch die Regierungspolitik sind offenbar gescheitert.

Das verwundert kaum, denn Japan versäumt die einstmals zugesagten Strukturreformen immer noch.
Erst danach - je nach Qualität der Reformen - kann gesagt werden, daß sich etwas änderte.

Account gelöscht!

27.01.2015, 18:13 Uhr

Japans Wirtschaft meldet sich zurück

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Europa und die " EU " besitzt keine Wirtschaftliche Intelligenz !!!

daher ist es die Chance für JAPAN...

zusammen mit dem USA...

sich als Investor im Afrikanischen Kontinent zu betätigen.

Dabei die bisherige Chinesische Übernahmen zu stoppen !!!







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