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15.01.2011

17:26 Uhr

EZB-Kandidatur

Bund will sich bei Trichet-Nachfolge nicht festlegen

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) lässt ihre Haltung im Rennen um den nächsten Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) weiterhin offen. Ein Regierungssprecher dementierte einen Medienbericht, nachdem Merkel nun aktiv für Bundesbankpräsident Axel Weber werben wolle.

Will sich bei der Nachfolge von EZB-Präsident Trichet noch nicht festlegen: Kanzlerin Angela Merkel. Reuters

Will sich bei der Nachfolge von EZB-Präsident Trichet noch nicht festlegen: Kanzlerin Angela Merkel.

HB BERLIN. Ein Regierungssprecher wies am Samstag einen Medienbericht zurück, Kanzlerin Angela Merkel werde sich jetzt einschalten und für Bundesbank-Präsident Axel Weber als Kandidaten starkmachen. "Es ist jetzt Zeit, in den Ring zu steigen", berichtete "Bild.de" unter Berufung auf Regierungskreise. Merkel wolle zunächst bei Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy für Weber werben, hieß es. Beim turnusmäßigen EU-Frühjahrsgipfel Ende März sollten die Staats- und Regierungschefs dann eine Vorentscheidung über den EZB-Spitzenposten fällen.

"Die Bundesregierung weist den Bericht zurück", sagte ein Regierungssprecher. In Regierungskreisen wurde betont, es gebe noch keine Entscheidung für einen Kandidaten. Zudem sei mit Blick auf die verbleibende Amtszeit von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet auch noch etwas Zeit, hieß es.

Trichet scheidet Ende Oktober aus dem Amt. Als vielversprechendste Kandidaten gelten Weber und der italienische Notenbankchef Mario Draghi. Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte am Mittwoch nach Gesprächen mit Merkel in Berlin auf der gemeinsamen Pressekonferenz Partei für Draghi ergriffen und erklärt, es wäre eine große Ehre, "wenn die europäische Auswahl auch wirklich den Notenbankchef aus Italien bestimmen würde". Merkel vermeidet seit Monaten jede Festlegung, ob sie eine Kandidatur Webers unterstützen würde. Allerdings wird sie auch von EU-Partnern dazu gedrängt, endlich Position zu beziehen.

Kommentare (3)

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Rainer_J

15.01.2011, 18:36 Uhr

Deutschland sollte aus der Fehlkonstruktion Euro austeigen und den illegalen Rettungschirm beenden! Dann können die PiGS wählen wen sie wollen!

widerstand10

15.01.2011, 19:31 Uhr

Für Merkel ist Axel Weber der Richtige um die Führung der EZb zu übernehmen,auch wenn sie noch dementiert. Axel Weber ist hörig gegenüber Merkel und bP Wulff das hat man bei der Sarrazin Debatte deutlich gesehen. Mittlerweile hat Angela Merkel viele in ihrem Umfeld auf Dackelgrösse gebracht die alle Männchen machen wenn sie Pfeift. Gut für Deutschland weis man nicht. Gut für Europa weis man nicht.

pinaro

16.01.2011, 10:29 Uhr

"Rainer_J
Deutschland sollte aus der Fehlkonstruktion Euro austeigen und den illegalen Rettungschirm beenden! Dann können die PiGS wählen wen sie wollen!"
eine rafinierte Art Menschen und Nationnen zu beleidigen, in dem man sie als Schw.eine betrachtet



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