Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.04.2015

15:46 Uhr

EZB-Krisenpolitik

Draghi erwartet Rückkehr der Inflation

EZB-Chef Draghi erwartet eine baldige Rückkehr der Inflation zur EZB-Zielmarke: Mit diesem Anstieg der Verbraucherpreise in der Euro-Zone könnte sich das Investitionsklima bessern. Die Zahlen stimmen zuversichtlich.

Der Inflationswert nähert sich der EZB-Zielmarke. dpa

Preise steigen wieder

Der Inflationswert nähert sich der EZB-Zielmarke.

FrankfurtEZB-Präsident Mario Draghi rechnet mit einer raschen Besserung an der Preisfront in der Euro-Zone. Die Europäische Zentralbank könne nun mit Zuversicht sagen, dass „die Inflation alsbald wieder“ zum angestrebten Ziel von knapp zwei Prozent zurückkehren werde, schrieb Draghi im Vorwort des am Montag veröffentlichen EZB-Jahresberichts 2014. Die im vorigen Jahr beobachtete schwache und uneinheitliche konjunkturelle Erholung werde zudem „einem robusteren, nachhaltigen Aufschwung“ weichen.

Aktuell liegt das Inflationsziel der EZB allerdings noch in weiter Ferne: Im März gaben die Verbraucherpreise in der Euro-Zone noch um 0,1 Prozent nach. Die Prognosen des EZB-Stabs sehen aktuell für dieses Jahr lediglich stabile Preise vor. Für 2016 rechnen sie mit 1,5 Prozent Inflation. Erst 2017 dürfte nach ihrer Einschätzung die Teuerungsrate bei 1,8 Prozent und damit wieder nahe der EZB-Zielmarke liegen.

Zu den besseren Aussichten für die Euro-Zone trägt Draghi zufolge auch die Geldflut der EZB bei. „Erste Anzeichen belegen, dass die parallel durchgeführten Maßnahmen der EZB in ihrer Gesamtheit Wirkung zeigten“, erklärte er.

So sieht der deutsche Warenkkorb aus

Wohnen

Gewichtung: 31,7 Prozent
Veränderung zum Vorjahr: 0 Prozent

Verkehr

Gewichtung: 13,5 Prozent
Veränderung zum Vorjahr: - 1,0 Prozent

Freizeit und Unterhaltung

Gewichtung: 11,5 Prozent
Veränderung zum Vorjahr: - 0,1 Prozent

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke

Gewichtung: 10,3 Prozent
Veränderung zum Vorjahr: + 0,2 Prozent

Möbel und Haushaltsgeräte

Gewichtung: 5 Prozent
Veränderung zum Vorjahr: + 0,4 Prozent

Bekleidung und Schuhe

Gewichtung: 4,5 Prozent
Veränderung zum Vorjahr: + 0,6 Prozent

Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen

Gewichtung: 4,5 Prozent
Veränderung zum Vorjahr: + 2,6 Prozent

Gesundheitspflege

Gewichtung: 4,4 Prozent
Veränderung zum Vorjahr: + 1,3 Prozent

Alkoholische Getränke und Tabak

Gewichtung: 3,8 Prozent
Veränderung zum Vorjahr: + 2,3 Prozent

Andere Waren und Dienstleistungen

Gewichtung: 7 Prozent
Veränderung zum Vorjahr: + 1,4 Prozent

Wachstumsprognosen und Inflationserwartungen seien angehoben worden. Die rückläufige Entwicklung bei der Kreditvergabe der Banken scheine sich allmählich umzukehren. „Insgesamt hat das Vertrauen zugenommen,“ Er verwies dabei unter anderem darauf, dass die expansive Geldpolitik durch den im März gestarteten Ankauf von Staatsanleihen noch verstärkt worden sei.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×