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24.09.2015

14:47 Uhr

EZB-Ratsmitglied

Liikanen sieht Risiken wegen langsamerer Weltkonjunktur

Die EZB steht vor einer Aufgabe: Obwohl die Weltwirtschaft insgesamt abkühlt, müssen Europas Zentralbanker das Wachstum im Euro-Raum anheizen. Ratsmitglied Erkke Liikanen warnt vor Hindernissen – und ist zu allem bereit.

Das EZB-Ratsmitglied Erkki Liikanen sorgt sich, dass die Abkühlung der Weltwirtschaft auch den Euro-Raum bremsen könne. AFP

Finnischer Notenbankchef

Das EZB-Ratsmitglied Erkki Liikanen sorgt sich, dass die Abkühlung der Weltwirtschaft auch den Euro-Raum bremsen könne.

HelsinkiEine Abkühlung der Weltwirtschaft könnte nach den Worten von EZB-Ratsmitglied Erkki Liikanen die Erholung im Euro-Raum bremsen. Dies würde eine Herausforderung für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) darstellen, sagte der finnische Notenbankchef am Donnerstag in Helsinki. Die EZB sei bereit, alle nötigen Schritte zu unternehmen. „Der geldpolitische Impuls kann notfalls vergrößert werden, indem wir Umfang, Zusammensetzung und Dauer des Kaufprogramms anpassen.“

Ähnlich hatte sich EZB-Präsident Mario Draghi am Mittwoch vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europa-Parlaments in Brüssel geäußert. Trotz wachsender Risiken für die Weltwirtschaft werde die EZB ihre Geldspritzen aber vorerst nicht ausweiten.

Die Notenbank kauft seit März im großen Stil Anleihen und will bis Herbst 2016 Bonds im Wert von 1,14 Billionen Euro in ihre Bücher nehmen. Ziel ist es, die niedrige Inflation im Währungsraum anzuheizen und der Wirtschaft stärker unter die Arme zu greifen.

Die Verlierer der Weltwirtschaft

Großbritannien

2014: 2,435 ; 2030: 3,586 ; 2050: 5,744 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Zwar wird Großbritannien auch 2030 noch im Ranking der Top-Volkswirtschaften mit Platz zehn in der Top Ten sein. Doch 2050 sieht das anders aus: Rang elf.

Italien

2014: 2,066 ; 2030: 2,591 ; 2050: 3,617 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Italien wird in 35 Jahren auf Rang 18 zurückfallen. Die Prognose zeigt deutlich, dass Europa im weltweiten Vergleich weiter an wirtschaftlichem Gewicht verliert.

Frankreich

2014: 2,587; 2030: 3,418; 2050: 5,207 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Frankreich kommt schafft es bereits 2030 auf Rang elf und rutscht bis 2050 auf Platz 13.

Russland

2014: 3,559 ; 2030: 4,854 ; 2050: 7,575 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Russland wird bis 2050 auf Platz acht verdrängt.

Deutschland

2014: 3,621 ; 2030: 4,590 ; 2050: 6,338 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Drei europäische Staaten gehören derzeit zu den zehn größten Volkswirtschaften der Welt: Deutschland, Frankreich und Großbritannien. 2050 wird nur noch die Bundesrepublik in den Top Ten der wirtschaftlich leistungsfähigsten Staaten vertreten sein. Deutschland wird bereits 2030 auf Rang acht zurückfallen.

Japan

2014: 4,788 ; 2030: 6,006 ; 2050: 7,914 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Während Japan auch 2030 den vierten Platz verteidigt, wird das Land bis 2050 drei Ränge abrutschen und auf Rang sieben landen.

USA

2014: 17,416 ; 2030: 25,451 ; 2050: 41,384 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Auch wenn die USA 2020 den zweiten Platz noch verteidigen können, werden sie 2050 von Indien auf Platz drei verdrängt. Dann wird drittstärkste Volkswirtschaft USA fast zweieinhalbmal so groß sein wie Indonesien (2050: Rang vier).

Von

rtr

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