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04.02.2016

17:27 Uhr

EZB schafft neuen Posten

Italiener Schiavi wird Finanzchef

Neuzugang an der Spitze der Europäischen Zentralbank: Mit Roberto Schiavi bekommt die EZB einen Finanzchef. Bisher ist der Italiener Vize-Chef für Finanzmarktoperationen. Die Stelle wird erstmals besetzt.

Bei dem internen Umbau der EZB wurde die Position des Finanzchefs neu geschaffen. dpa

Umbau

Bei dem internen Umbau der EZB wurde die Position des Finanzchefs neu geschaffen.

FrankfurtDie Europäische Zentralbank bekommt mit Roberto Schiavi erstmals einen Finanzchef. Der 48-Jährige übernehme zum 1. März den neu geschaffenen Posten des Generaldirektors für Budget und Finanzen, teilte die EZB am Donnerstag in Frankfurt mit. Der Italiener ist aktuell Vize-Chef für Finanzmarktoperationen. In seiner Laufbahn bei der Zentralbank arbeitete der Landsmann von EZB-Chef Mario Draghi seit 1998 in verschiedenen Positionen in den Bereichen Finanzmärkte, Planung und Controlling. Die EZB hatte die Generaldirektion Budget und Finanzen nach einem internen Umbau geschaffen.

Best of Mario Draghi

3.11.2011

„Wir werden von niemandem gedrängt. Wir sind unabhängig. Wir bilden uns unsere eigene Meinung. Das ist es.“

(Draghi bei seiner ersten Pressekonferenz nach seinem Amtsantritt am 3.11.2011 in Frankfurt)

26.7.2012

„Die EZB ist bereit, im Rahmen ihres Mandats alles zu tun, was nötig ist, um den Euro zu retten. Und glauben Sie mir: Es wird genug sein.“

(Draghi am 26.7.2012 in London)

3.4.2014

„Der EZB-Rat ist sich einig, dass die EZB gegebenenfalls auch weitere unkonventionelle Maßnahmen im Rahmen ihres Mandats einsetzen wird, um die Risiken einer zu langen Periode niedriger Inflationsraten in den Griff zu bekommen.“

(Draghi nach der Sitzung des EZB-Rates am 3.4.2014 in Frankfurt)

26.5.2014

„Wir werden nicht zulassen, dass die Inflation zu lange auf zu niedrigem Niveau bleibt.“

(Draghi am 26.5.2014 bei einer EZB-Konferenz im portugiesischen Sintra)

5.6.2014

„Das ist ein bedeutendes Maßnahmenpaket. Sind wir schon am Ende? Nein. Wir sind hiermit nicht am Ende, solange wir uns im Rahmen unseres Mandates bewegen.“

(Draghi am 5.6.2014 in Frankfurt nachdem die Notenbank ein ganzes Bündel von Maßnahmen gegen Mini-Inflation und Konjunkturschwäche im Euroraum beschlossen hat)

4.9.2014

„Wir mussten etwas tun, das ist unsere Pflicht.“

(Draghi am 4.9.2014 in Frankfurt zum EZB-Beschluss, Kreditverbriefungen und Pfandbriefe zu kaufen)

22.1.2015

„Ich könnte ein paar Witze dazu erzählen. Aber ich lese einfach noch mal das Eingangsstatement vor. Denn das ist alles, was wir heute sagen können. Und ich vermeide Witze in dieser Sache lieber.“

(Draghi am 22.1.2015 auf die Frage eines Journalisten: „War's das jetzt? War's das - oder können die Leute erwarten, dass die Geldpolitik demnächst noch verschärft wird?“)

3.9.2015

„Wir haben den Willen und die Fähigkeit zu reagieren, falls dies notwendig ist.“

(Draghi am 3.9.2015 zu einer möglichen Ausweitung des Anleihenkaufprogramms)

9.3.2017

„Unsere Geldpolitik war erfolgreich.“

(Draghi am 9.3.2017 zum Anstieg der Inflation auf zwei Prozent)

9.3.2017

„Es gibt nicht mehr das Gefühl, dass das Risiko einer Deflation drängend ist.“

(Draghi am 9.3.2017 zum Erfolg seiner expansiven Geldpolitik)

Von

rtr

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