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09.04.2014

09:12 Uhr

Februar-Bilanz

Deutsche Exporte schrumpfen unerwartet stark

1,3 Prozent weniger deutsche Exporte als im Vormonat: Der deutliche Rückgang überrascht die Experten. Dennoch rechnet der Branchenverband im Gesamtjahr mit einem Wachstum von drei Prozent.

Vergleichbar stark schrumpfte die deutsche Exportbilanz zuletzt im Mai 2013. dpa

Vergleichbar stark schrumpfte die deutsche Exportbilanz zuletzt im Mai 2013.

BerlinDie deutschen Exporte sind im Februar deutlicher als erwartet gesunken. Sie fielen um 1,3 Prozent zum Vormonat, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Das war der stärkste Rückgang seit Mai 2013. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Minus von 0,5 Prozent gerechnet, nachdem es im Januar mit 2,2 Prozent den stärksten Zuwachs seit anderthalb Jahren gegeben hatte.

Die Unternehmen verkauften Waren im Wert von 92,4 Milliarden Euro ins Ausland und damit 4,6 Prozent mehr als im Februar 2013. Besonders stark legten dabei die Exporte in EU-Länder, die nicht Teil der Euro-Zone sind. Dazu gehören osteuropäische Staaten wie Polen sowie Großbritannien. Hier gab es ein Plus von 12,4 Prozent. Die Ausfuhren in die Euro-Zone legten um 3,7 Prozent zu, die außerhalb der EU-Länder kletterten um 1,8 Prozent.

Im Januar und Februar zusammen übertrafen die Exporte ihr Vorjahresniveau um 3,8 Prozent. Der Branchenverband BGA rechnet im Gesamtjahr 2014 mit einem Wachstum von drei Prozent, nachdem die Ausfuhren im vergangenen Jahr noch leicht geschrumpft waren.

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

Die Importe zogen um 0,4 Prozent zum Vormonat an. Analysten hatten hier lediglich mit einem Plus von 0,1 Prozent gerechnet. Der Handelsüberschuss - die Differenz zwischen Aus- und Einfuhren - lag saison- und kalenderbereinigt bei 15,7 Milliarden Euro. Er fiel damit um gut zwei Milliarden Euro geringer aus als erwartet.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

09.04.2014, 12:24 Uhr

An anderer Stelle berichtet das HB von gutem Wachstum. Hier von Minus. Warum werden die Bürger so belogen? Ist es schwer, die Wahrheit zu vertragen?

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