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05.06.2013

21:59 Uhr

Fed-Prognose

US-Wirtschaft soll nur moderat wachsen

Die große Erholung ist ausgeblieben, doch auch in den kommenden Monaten rechnet die US-Notenbank Fed mit einem moderaten Wachstum. Es gebe einige positive Zeichen für die US-Konjunktur.

Die Aufwärtsspirale der US-Wirtschaft soll sich fortsetzen. ap

Die Aufwärtsspirale der US-Wirtschaft soll sich fortsetzen.

WashingtonDie amerikanische Wirtschaft hat ihr Wachstumstempo der US-Notenbank Fed zufolge von April bis Mai in etwa gehalten. Die Erholung sei allerdings nur „mäßig bis moderat“ verlaufen, heißt es in dem Konjunkturbericht der Federal Reserve („Beige Book“) vom Mittwoch. Die wirtschaftliche Entwicklung in den zwölf regionalen Notenbankbezirken, auf denen der Bericht fußt, scheint aber auf einem breiten Fundament zu basieren. Wachstum habe es unter anderem in der Industrie, im Dienstleistungssektor und bei den Konsumausgaben gegeben. Der krisengeschüttelte Immobilienmarkt habe sich sogar stark erholt. An den Finanzmärkten war zunächst keine nennenswerte Reaktion auf den Bericht erkennbar.

Für die Investoren spielt die Einschätzung der Wirtschaftslage durch die Fed derzeit eine besonders große Rolle. Die Notenbank will ihre ultralockere Geldpolitik beenden, sobald die Konjunkturerholung für einen nachhaltigen Rückgang der Arbeitslosigkeit sorgt. Die Fed kauft derzeit Anleihen für 85 Milliarden Dollar im Monat, um die Wirtschaft mit Geld zu fluten.

Bis auf den Notenbankbezirk Dallas, der ein starkes Wirtschaftswachstum meldete, seien die Regionen in etwa gleichem Tempo gewachsen, heißt es in dem Bericht weiter. Positiv werden erhöhte Autoverkäufe genannt, daneben das anziehende Tourismusgeschäft. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt habe sich verbessert. Ein verstärkter Lohnauftrieb sei nach wie vor nicht zu beobachten.

Die Entwicklung der amerikanischen Konjunktur ist von entscheidender Bedeutung für die Geldpolitik der Federal Reserve. Angesichts der stabileren Wirtschaftslage denkt die Notenbank gegenwärtig darüber nach, ihre milliardenschweren Anleihekäufe im Laufe des Jahres zu verringern. Wann die Fed ihren Fuß etwas vom Gaspedal nehmen wird, ist noch unklar. Viele Bankvolkswirte rechnen mit einem ersten Schritt im Frühherbst, soweit sich die Konjunktur nicht wieder abschwächt.

In dem Bericht heißt es, die Wirtschaft wachse mit "mäßigem bis moderatem" Tempo. Im vergangenen Konjunkturbericht war lediglich von einem "moderaten" Tempo die Rede - die neue Wortwahl könnte also eine etwas pessimistischere Einschätzung der Konjunkturlage signalisieren. Der Immobilienmarkt entwickele sich dagegen in "moderatem bis starkem Tempo", heißt es im Beige Book. Auch in der Industrie sieht die Fed Fortschritte in den meisten Regionen. Diese Einschätzung steht in Kontrast zum jüngsten Bericht des ISM-Instituts, das in dieser Woche erstmals seit Monaten ein Schrumpfen der Industrie im Mai anzeigte.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

05.06.2013, 22:13 Uhr

'In dem Bericht heißt es, die Wirtschaft wachse mit "mäßigem bis moderatem" Tempo.'

Und in diesem Umfeld erwartet jemand, dass die Fed die Anleihenkäufe ab September zurückfährt. Was passiert denn dann mit den während des Tapering-Geredes ohnehin schon gestiegenen Hypthekenzinsen?

Account gelöscht!

05.06.2013, 22:17 Uhr

In dem Bericht heißt es, die Wirtschaft wachse mit "mäßigem bis moderatem" Tempo.

Und in diesem Umfeld erwartet jemand, dass die Fed die Anleihekäufe ab September zurückfährt? Was passiert denn dann mit den im Zuge des Tapering-Geschnatters ohnehin schon gestiegenen Hypthekenzinsen?

DILEMMA

05.06.2013, 22:21 Uhr

Die USA haben allen Grund dazu, ihre ultralockere Geldpolitik beizubehalten. Der YEN, der RENMIMBI sind unterbewertet.(Währungskrieg). Als kleine Rettung bleibt ihnen, dass der EURO zum Dollar überbewertet ist. Ändert die FED diese Politik, dann steigt der Dollar auch noch zum EURO. Das ist ganz zu uhrem Nachteil.

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