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30.12.2014

13:39 Uhr

Fed, Schuldenstreit, Dollar

Die Untiefen der US-Wirtschaft 2015

Während die Euro-Zone taumelt, sind die USA auf dem Weg zu alter Stärke. Doch die Gefahr einer neuen Krise ist noch nicht gebannt. 2015 könnte zum Schicksalsjahr werden. Die fünf größten Risiken für die US-Wirtschaft.

Brooklyn Bridge und Banken in Lower Manhattan: Das absehbare Ende der Billiggeld-Ära birgt Gefahren. dpa

Brooklyn Bridge und Banken in Lower Manhattan: Das absehbare Ende der Billiggeld-Ära birgt Gefahren.

WashingtonDie Lage der weltgrößten Volkswirtschaft ist von globaler Bedeutung. Nach einem insgesamt guten Jahr könnten sich die USA 2015 endgültig aus dem ökonomischen Krisenmodus verabschieden. Doch auf dem Weg dahin liegen einige Stolpersteine:

1. Der Drahtseilakt der US-Notenbank
2015 dürfte die Federal Reserve (Fed) erstmals seit rund neun Jahren die Zinsen erhöhen. Die Wirtschaft wächst wieder kräftig und der Arbeitsmarkt erholt sich so gut wie seit den 90er Jahren nicht mehr. Die Notenbank kann außer der geringen Inflationsrate also kaum noch Gründe finden, an dem historischen Niedrigzins knapp über null Prozent festzuhalten.

Das absehbare Ende der Billiggeld-Ära birgt Gefahren. So könnten steigende Kreditkosten den Immobilienmarkt ausbremsen oder Firmen an Investitionen hindern. Zentralbank-Chefin Janet Yellen will einen wirtschaftlichen Schock und überstürzte Reaktionen an den Börsen unbedingt vermeiden. Deshalb betonte sie bei ihrer Pressekonferenz im Dezember, „geduldig“ zu bleiben und behutsam vorzugehen. Mindestens bis Ende April wird ihr zufolge an der Zinsfront nichts passieren.

Diese Termine werden dieses Jahr für die US-Wirtschaft noch wichtig

9. Januar

Erste Veröffentlichung der Arbeitslosenzahlen des Jahres.

30. Januar

Das Handelsministerium veröffentlicht die erste Schätzung des US-Wirtschaftswachstums für das Gesamtjahr 2014.

3. Februar

Die Chefin der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), Janet Yellen, feiert ihr erstes Amtsjubiläum.

15. März

Bis dahin muss der Kongress die selbstgesteckte Schuldengrenze der USA erhöhen oder für einen weiteren Zeitraum aussetzen, damit die Regierung weiter ihre Rechnungen bezahlen kann.

27. März

Dritte und letzte Schätzung des US-Wirtschaftswachstums für das Gesamtjahr 2014.

17. April

Letzte Bekanntgabe der Inflationsrate vor einer möglicherweise entscheidenden Zinssitzung der Fed.

30. April

Die Fed könnte bei der Sitzung ihres Offenmarktausschusses die erste Zinserhöhungen seit 2006 ankündigen.

3. Juni

Die Regierung legt die US-Außenhandelsbilanz für 2014 vor.

Ende August

Notenbanker aus aller Welt ziehen sich zu einem Gedankenaustausch im amerikanischen Jackson Hole (Wyoming) zurück.

4. Dezember

Letzte Vorlage der US-Arbeitslosenzahlen in diesem Jahr

22. Dezember

Letzte Schätzung des US-Wirtschaftswachstums im Jahr 2015

2. Das Drama um die Schuldenobergrenze
Mitte März ist es wieder so weit: Die Schulden der USA könnten das gesetzliche Limit überschreiten. Bereits jetzt ist das Minus in der Staatskasse fast eine Billion Dollar (820 Milliarden Euro) höher, als es eigentlich sein dürfte - die Grenze liegt bei 17,2 Billionen. Nur weil das Limit 2013 nach schwerem Streit zwischen den Demokraten von Präsident Barack Obama und den Republikanern einfach bis zum 15. März 2015 ausgesetzt wurde, darf sich die Regierung derzeit Geld pumpen.

Es ist wahrscheinlich, dass die Republikaner die Erhöhung oder weitere Aussetzung der Obergrenze wieder an harte Zugeständnisse des Präsidenten knüpfen. Die Frage ist, ob sie es dabei sogar auf ein Verstreichen der Frist ankommen lassen und die USA zumindest kurzzeitig in den Bankrott stürzen. Doch auch wenn eine Einigung wie so oft erst in letzter Minute erfolgt, könnte die Nervosität an den Finanzmärkten der US-Wirtschaft erfahrungsgemäß schaden.

Kommentare (13)

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Herr Vittorio Queri

30.12.2014, 13:54 Uhr

>> Die Wirtschaft wächst wieder kräftig und der Arbeitsmarkt erholt sich so gut wie seit den 90er Jahren nicht mehr. >>

Alles eine Frage der gefälschten Statistik.
Die Wirtschaft wächst Dank der Fracking-Blase, die in 2015 endgültig zusammenbricht. Der Schuldenberg wird sich wesentlich erhöhen.

Die Arbeitslosigkeit sinkt, zumal man wegen Ausweglosigkeit die Arbeitslosen nicht mehr zählt und in der Statistik erfasst !

Die Zahl der Tafelgänger ( Lebensmittelversorgung durch Wohltätigkeitsküchen ) hat sich seit Obama-Antritt mehr als verdoppelt ( z.Z. mehr als 70 Mio. verarmter Menschen ).

USA stehen vor dem Bankrott !

Genau so wie die EU !

Herr Thomas Münzer

30.12.2014, 14:46 Uhr

Das mit dem Fracking haben Sie sehr gut erkannt!
Zuvor hat es noch geheißen das Ende kommt in 2020...

Die Ammis verwenden das Fracking, um den Rubel zu ruinieren, weil Putin sein Öl und Gas künftig in Rubel handeln will.

lesen Sie hierzu diesen Artikel des Handelsblattes von heute und vor allem auch die Kommentare!
http://www.handelsblatt.com/finanzen/rohstoffe-devisen/rohstoffe/oelpreis-venezuela-wirft-usa-oel-krieg-vor/11170154.html



Der Dollar ist quasi nichts wert, wird aber von jedem gebraucht zum internationalen Güteraustausch.
Dadurch ist er wieder was wert.
Deshalb können die Ammis so viel Dollar drucken wie sie wollen, was sie auch tun.
Staatsverschuldung 17 Bio$, letzte paar Jahre 4 Bio. davon alleine dazugekommen.
Wenn der Dollar aber abgelöst werden sollte durch eine andere Währung, dann bräche die US-Wirtschaft zusammen.
Deshalb wird jeder angegriffen/gestürzt, der den Dollar angreift, Saddam-Hussein, Gadaffi, Putin, Europa, ob über Krieg, Währungskrieg, Ölkrieg oder Sanktionen (die neben Russland auch Europa schaden! Somit ist der euro nicht mehr als neue Weltwährung im Gespräch!)

Zum starken Dollar folgenden Artikel des Handelsblattes von heute lesen und vor allem auch hier wieder die Kommentare!
http://www.handelsblatt.com/finanzen/rohstoffe-devisen/devisen/devisen-2015-voller-dollar-voraus/11158834.html

Herr Dr. Michael Klein

30.12.2014, 14:46 Uhr

USA und Stärke?

Leben wir in einer medialen Matrix?

Die Systemmedien dulden keine Wahrheit wie es Morpheus im gleichnamigen Film ausführte:
"Die Matrix ist die Welt die über deine Augen gestülpt wurde, damit du blind für die Wahrheit bist."

Man mag es kaum glauben, aber es stimmt: Die Amerikaner stehen inzwischen mit fast 60 000 Milliarden Dollar in der Kreide!

Genau genommen sind es 59400 Mrd. Dollar, wenn man Staatsschulden, Firmenschulden, Hypotheken und Verbraucherschulden addiert.

Eine Summe, die sich jeder Beschreibung entzieht!

Hätten Sie beispielsweise zur Zeit Jesu gelebt und hätten seitdem an jedem einzelnen Tag 80 Mio. Dollar ausgegeben, wären Sie noch immer nicht bei 59400 Mrd. Dollar!

Die USA sind pleite und ihre Weltwährung Dollar am Ende. Aber Sie kennen das sicherlich aus dem Tierreich: Ein angeschossenes Raubtier ist besonders gefährlich und vor allem in seinen Reaktion unberechenbar. Und genauso schätze ich die USA in der aktuellen Krisenlage ein.

Washington hat den Countdown zum 3. Weltkrieg eingeläutet und die EU scheint an Bord zu sein.

Russland und China auf dem Weg, sich vom Dollar zu befreien?

Wenn sie damit Erfolg haben, bedeutet es den Todesstoß für die globale Vormachtstellung Amerikas bzw. der privaten FED-Bankster!

Seit dem 2. Weltkrieg wird der Handel mit Erdöl gezwungenermassen in privaten Fed-Dollar fakturiert, was der Rest der Welt ( Dank US Army oder besser FED Army ) so hinzunehmen hat.

Wer sein Öl nicht gegen FED-Dollar, sondern gegen Euro verkaufen will, wird von den Bilderbergmedien zum "Terroristen" erklärt ( Saddam Hussein , Hugo Chavez, Gaddafi, Ahmadinedschad, Russland ) und von der Nato "befreit".

In Washington sitzen Entscheider, die – fälschlicherweise – glauben, ein Atomkrieg sei zu gewinnen. Für sie ist ein Atomkrieg ein Mittel, mit dem sich verhindern ließe, dass Russland und China Amerikas Weltherrschaft infrage stellen.

(...)

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