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21.05.2015

20:44 Uhr

Fed-Vize lobt EZB

Krise hat die Euro-Zone stärker gemacht

Die EZB bekommt Lob: Dank der Arbeit der Zentralbank sei die Euro-Zone gestärkt aus der Schuldenkrise gegangen, so der Vize-Chef der US-Notenbank Fed. Doch die Euro-Länder hätten auch noch Aufgaben zu erledigen.

Lobte die EZB für ihre Arbeit: Stanley Fischer, Vize-Chef der US-Notenbank Fed. Reuters

„Zweifel weitgehend ausgeräumt“

Lobte die EZB für ihre Arbeit: Stanley Fischer, Vize-Chef der US-Notenbank Fed.

Die Euro-Zone ist nach Einschätzung der US-Notenbank (Fed) gestärkt aus der Schuldenkrise hervorgegangen. Diese sei angesichts der Probleme Griechenlands zwar noch nicht vorbei, sagte Fed-Vizechef Stanley Fischer am Donnerstag auf einer Zentralbankkonferenz in Portugal. Aber die Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) hätten Zweifel an einem Fortbestehen der Währungsgemeinschaft „weitgehend, wenn nicht sogar vollständig, ausgeräumt“. Fischer verwies unter anderem auf die massiven Anleihenkäufe der EZB sowie die Einrichtung einer Bankenunion.

Seinen Worten zufolge haben die Euro-Länder aber noch wichtige Aufgaben zu erledigen. So müssten sie dafür sorgen, dass die Mitgliedstaaten mehr Verantwortungsbewusstsein in der Haushaltspolitik zeigten. Außerdem sei wichtig, Wirtschaftswachstum und Produktivität zu erhöhen, um die Probleme einer alternden Gesellschaft zu bewältigen.

Konjunkturaussichten für die Euro-Länder

Spanien

Spanien könnte 2014 wieder um ein Prozent wachsen. Die Arbeitslosigkeit soll jedoch mit 25,7 Prozent hoch bleiben. Das Haushaltsdefizit wird auf 5,8 Prozent der Wirtschaftsleistung geschätzt.

Frankreich

Frankreichs Wachstum dürfte 2014 mit 1,0 Prozent unter dem Durchschnitt der Euro-Zone bleiben. Die Arbeitslosigkeit soll auf elf Prozent steigen.

Griechenland

Die griechische Wirtschaft soll 2014 erstmals seit sechs Jahren wieder um 0,6 Prozent wachsen. Trotz der erwarteten Besserung dürfte die Arbeitslosigkeit mit 26 Prozent vergleichsweise hoch bleiben. Bei der Verschuldung werden 177 Prozent der Wirtschaftsleistung erwartet.

Italien

Italiens Wirtschaft soll 2014 um 0,6 Prozent wachsen. Die Arbeitslosigkeit dürfte hingegen auf einen Rekord von 12,6 Prozent klettern. Der Schuldenstand bleibt hartnäckig hoch: 2015 soll er mit 132,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts leicht unter dem diesjährigen Niveau liegen.

Zypern

Um 4,8 Prozent soll das Bruttoinlandsprodukt einbrechen. Die Arbeitslosigkeit dürfte auf den Rekordwert von 19,2 Prozent steigen.

Portugal

Für Portugal erwartet die EU-Kommission 2014 ein Wachstum von 0,8 Prozent. 2015 soll die Arbeitslosenquote mit 16,5 Prozent einen Tick unter den diesjährigen Wert fallen. Der Schuldenstand dürfte nach dem Rekordwert von 129,4 Prozent im vorigen Jahr bis 2015 wieder auf 125,8 Prozent zurückgehen.

Irland

Irlands Wirtschaft dürfte 2014 mit 1,8 Prozent deutlich stärker wachsen als der gesamte Währungsraum. Bis 2015 soll die Arbeitslosenquote auf 11,2 Prozent fallen, nachdem sie 2013 noch bei 13,1 Prozent lag. Das Defizit soll 2015 auf 4,3 Prozent sinken.

Quelle

EU-Kommission

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

22.05.2015, 08:31 Uhr

Schwachmat "... gestärkt aus der Krise gegangen ..." was für Pillen nimmt der?

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