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22.11.2011

18:40 Uhr

Finanzkrise

Norwegen kappt Wachstumsprognose für 2012

Norwegen kappt wegen der Schuldenkrise in Europa seine Prognose für das eigene Wirtschaftswachstum 2012. Auch der der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Vorhersage zum norwegische Bruttoinlandsprodukt gesenkt.

Die Zentrale des Internationale Währungsfonds in Washington. dpa

Die Zentrale des Internationale Währungsfonds in Washington.

OsloDie Regierung werde die Prognose senken, kündigte Ministerpräsident Jens Stoltenberg am Dienstag an. Er ließ offen, wie deutlich die Korrektur ausfallen und wann sie bekanntgegeben wird. Offiziell stellt die Regierung bisher ein Plus der Wirtschaftsleistung von 3,1 Prozent im kommenden nach 2,8 Prozent im laufenden Jahr in Aussicht - ohne die Einnahmen aus der Öl- und Schifffahrtsindustrie.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für das norwegische Bruttoinlandsprodukt (BIP) bereits gesenkt. Für dieses und das kommende Jahr erwartet der Fonds einen BIP-Zuwachs von 2,5 Prozent, nachdem er bisher eine Spanne zwischen 2,5 und 3,0 Prozent in Aussicht stellte. Der IWF geht davon aus, dass die Probleme der Euro-Zone, niedrigere Ölpreise und Belastungen des Interbanken-Marktes Norwegen zusetzen.

Der Zentralbankchef Oeystein Olsen sieht ebenfalls eine Verschlechterung für die Wirtschaftsaussichten des Landes, will zum derzeitigen Zeitpunkt aber noch nicht aktiv werden. Die Notenbank entscheidet am 14. Dezember über den aktuell bei 2,25 Prozent liegenden Leitzins. Das ölreiche nordische Land gehört nicht zur Europäischen Union. Seine stark exportorientierten Industrien hängen allerdings sehr von der Nachfrage der EU-Mitglieder ab. Der Staat mit 4,9 Millionen Einwohnern kam dank seines boomenden Ölsektors relativ unbeschadet durch die Finanzkrise.

Von

rtr

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