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27.06.2017

22:13 Uhr

Finanzmarkt

Fed-Chefin Yellen gegen Lockerung von Regulierungen

US-Präsident Donald Trump peilt die Lockerung von Finanzmarktregulierungen an. Fed-Vorsitzende Janet Yellen beschreibt ein solches Vorhaben hingegen als „keine gute Sache“. In London zeigt sie sich zuversichtlich.

Den Worten der Fed-Chefin zufolge achte die Regierung von Donald Trump bisher die Unabhängigkeit der Zentralbank. Reuters

Janet Yellen

Den Worten der Fed-Chefin zufolge achte die Regierung von Donald Trump bisher die Unabhängigkeit der Zentralbank.

LondonDie Chefin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, hat sich gegen eine Lockerung von Finanzmarktregulierungen ausgesprochen. In Folge der Finanzkrise sei ein angemesseneres System von Überwachung und Regulierung eingeführt worden, sagte Yellen am Dienstag in London. Dieses bleibe hoffentlich in Kraft. Eine Abwicklung der Regulierungen wäre „keine gute Sache“, sagte sie.

US-Präsident Donald Trump hat sich immer wieder für eine Lockerung der Regulierung ausgesprochen, um die Kreditvergabe zu erleichtern. Yellen zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die Finanzmarktregulierungen bleiben. Sie glaube zudem nicht, dass es zu ihren Lebzeiten noch einmal zu einer Finanzmarktkrise komme.

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Nach Yellens Worten achtet Trumps Regierung die Unabhängigkeit der Zentralbank. „Ich habe in der Regierung einen soliden Respekt für die Unabhängigkeit der Fed gefunden“, sagte die Fed-Chefin. Sie habe eine „gute und enge“ Arbeitsbeziehung mit dem Weißen Haus. Zu ihrem Verhältnis zum US-Präsidenten wollte sie sich jedoch nicht äußern. Trump hatte Yellen im Wahlkampf immer wieder heftig kritisiert.

Von

dpa

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