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29.01.2008

17:19 Uhr

Finanzmarkt-Turbulenzen

IWF senkt Wachstumsprognosen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat als Folge der Turbulenzen an den Finanzmärkten seine Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft merklich nach unten korrigiert. Während gerade einige asiatischen Länder dieser Entwicklung trotzen, sieht die Situation in Europa besonders düster aus.

Frachtgut im Hamburger Hafen: Der IWF hat die Prognosen für die Weltwirtschaft gesenkt. Foto: dpa

Frachtgut im Hamburger Hafen: Der IWF hat die Prognosen für die Weltwirtschaft gesenkt. Foto: dpa

HB WASHINGTON. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognosen für das Wachstum der Weltwirtschaft und der wichtigsten Regionen in diesem Jahr zum Teil deutlich gesenkt. Wie der IWF am Dienstag im Rahmen eines Updates zu seinem „World Economic Outlook“ (WEO) vom Oktober 2007 mitteilte, rechnet er für 2008 nur noch mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 4,1 Prozent. Damit wurde die bisherige Prognose um 0,3 Prozentpunkte zurückgeschraubt. Der IWF führte die Abwärtsrevision vor allem auf die Folgen der anhaltenden Finanzturbulenzen zurück, die von der US-Subprimekrise ausgelöst wurden.

Die Schätzung für die Weltwirtschaft war allerdings bereits im Januar im Zuge einer Neuberechnung der Gewichtung der einzelnen Länder auf 4,4 von 4,8 Prozent im Oktober-WEO zurückgenommen worden. In diesem Rahmen hatte der IWF unter anderem ein deutlich geringeres Gewicht Chinas am globalen BIP festgestellt, als bisher unterstellt worden war.

Für die US-Wirtschaft rechnet der IWF jetzt für 2008 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von nur noch 1,5 Prozent (bisher: 1,9 Prozent), für den Euroraum wird ein BIP-Wachstum um 1,6 Prozent (2,1 Prozent) vorhergesagt. Japans Wirtschaft wird nach Einschätzung des IWF in diesem Jahr um 1,5 Prozent (1,7 Prozent wachsen. Für einzelne Länder des Euroraums machte der IWF keine Angaben, allerdings dürfte die entsprechende Wachstumsprognose für Deutschland - bisher 2,0 Prozent - nun niedriger anzusetzen sein.

Mit Blick auf die USA erklärte der IWF, dass es Zeichen für eine schwächere Entwicklung in der Industrie und auf dem Immobilienmarkt gebe, ferner Anzeichen für eine Schwäche beim Konsum und auf dem Arbeitsmarkt. In Europa hätten sich bisher vor allem die Vertrauensindikatoren eingetrübt, ähnliches sei in Japan zu beobachten. Schwellenländer wie China und Indien würden hingegen weiterhin kräftig expandieren. Den jüngsten Kurssturz an den Aktienmärkten begründete der IWF mit der wachsenden Unsicherheit der Marktakteure.

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