Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.09.2013

10:07 Uhr

Finanzminister räumt ein

Frankreich verfehlt seine Haushaltsziele

Bis 2015 hat Frankreich Zeit seine Finanzen zu regeln. Doch auch in diesem Jahr wird das Land laut Finanzminister Moscovici sein Defizitziel verfehlen. Zumal die Wirtschaft einen weiteren Rückschlag erleiden musste.

Müssen sich weiter um die heimische Wirtschaftskraft sorgen: Frankreichs Präsident Francois Hollande (r.) und sein Finanzminister Pierre Moscovici. ap

Müssen sich weiter um die heimische Wirtschaftskraft sorgen: Frankreichs Präsident Francois Hollande (r.) und sein Finanzminister Pierre Moscovici.

ParisUnerwarteter Rückschlag für die französische Wirtschaft: Die Unternehmen drosselten ihre Produktion um Juli überraschend um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie die Statistikbehörde Insee mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten hingegen im Schnitt ein Wachstum von 0,6 Prozent erwartet, wobei keiner der 20 Experten ein Minus vorausgesehen hat. Im Juni fuhren die Unternehmen ihre Fertigung sogar um 1,4 Prozent nach unten.

Die schwierige Wirtschaftslage bleibt auch dem Finanzminister nicht verborgen. Nach Einschätzung der Regierung wird das Land im laufenden Jahr seine Haushaltsziele verfehlen. Das Defizit werde etwas höher ausfallen als die bisher vorhergesagten 3,7 Prozent der Wirtschaftsleistung, sagte Finanzminister Pierre Moscovici im französischen Radio. Bereits Ende Juni hatte Präsident Francois Hollande eingeräumt, dass das Ziel vermutlich wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage und wegbrechender Steuereinnahmen nicht erreicht werden kann. Die EU-Kommission räumte Frankreich erst im Frühjahr mehr Zeit ein, um seine Finanzen unter Kontrolle zu bringen. Das Land hat bis 2015 Zeit, um sein Haushaltsdefizit wieder unter die Grenze von drei Prozent zu drücken.

Die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone hatte im Frühjahr ihre Rezession beendet. Im Juli erlitt sie jedoch einen unerwarteten Rückschlag: Die Industrie drosselte ihre Produktion um 0,6 Prozent, während Experten mit einem Wachstum gerechnet hatten. Die EU-Kommission rechnet für 2013 mit einem Schrumpfen des Bruttoinlandsproduktes um 0,1 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (34)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Thomas-Melber-Stuttgart

10.09.2013, 10:15 Uhr

"Frankreich ist auf einem guten Weg" ...

Account gelöscht!

10.09.2013, 10:17 Uhr

Keine Angst, liebe Franzosen, wir retten Euch!

Account gelöscht!

10.09.2013, 10:32 Uhr

Und wenn es wieder nicht klappen sollte, was hat F für Sanktionen zu fürchten?
Natürlich keine; genau deshalb wird die Währungsunion nie funktionieren.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×